Mein Adventskalender - Türchen 17

 
Foto: Defa-Stiftung (Foto: Foto: Defa-Stiftung)
Advent, Advent... Jeden Tag bis Heiligabend öffnet sich auf meinAnzeiger ein Türchen. Dahinter verbirgt sich Sinnliches, Lustiges, Nachdenkliches und Frivoles über die Advents- und Weihnachtszeit.

Liebe BürgerReporter und Gäste auf meinAnzeiger.de, eine friedliche Vorweihnachtszeit und öffnet fleißig mit!


Märchenverrückt

Weihnachten - das Fest wäre für mich nicht komplett ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Aber Fans wie ich müssen nicht bangen: Gleich 13 Mal bietet sich an Heiligabend und den zwei Weihnachtsfeiertagen die Chance, das Märchen im Fernsehen anzuschauen. Kaum zu glauben, dass der Film einmal ganz anders aussehen sollte:

Ein Aschenbrödel, das durch blühende Wiesen reitet? Undenkbar! Doch genau das war der ursprüngliche Plan. Zum Glück aber wollte die DEFA, die sich an der tschechischen Filmproduktion beteiligte, ihre Leute auch im Winter beschäftigt wissen - und so entstand 1972/73 vor schneeweißer Kulisse eines der wohl schönsten Wintermärchen überhaupt.

Alle Jahre wieder zaubert "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" seither im Fernsehen Weihnachtsstimmung. Dazu braucht es kaum Worte, nur diese fröhliche, beschwingte Melodie. Galoppiert die pfiffige Märchenmaid mit wehendem Haar durch den verschneiten Wald, weht ein Hauch von Glückseligkeit herüber. Ihn zu spüren, muss man kein Kind mehr sein. Die Fangemeinde des Films umfasst Generationen - auch in Thüringen.

Was nur macht dieses Aschenbrödel so besonders, dass es alle verzaubert? "Es ist ein gewitztes und emanzipiertes Mädchen", erklärt Schauspielerin Dorothea Meissner, die Hauptdarstellerin Libuše Šafránková ihre deutsche Stimme gab. Es schultert die Armbrust und reitet wie ein Husar. "Es will den Prinzen für sich gewinnen - aber nicht um jeden Preis." Er soll nicht nur Aschenbrödels Schönheit lieben, sondern sein Wesen erkennen. Was auch gelingt. "Der Film lebt von seinen Bildern", schwärmt Dorothea Meissner. Traumhaft schön findet sie das Schlussbild, wenn Aschenbrödel im weißen Kleid mit ihrem Prinzen zum Horizont reitet. Übrigens: Auch hier reitet die junge Dame voraus.

Die Seite des Fanclubs, der im Januar 2012 wieder zwei Aschenbrödelpartys organisiert
http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de/

Wer sich für die Filmgeschichte interessiert und ein original Kostüm aus nächster Nähe bestaunen will, ist in der gleichnamigen Winterausstellung auf Schloss Moritzburg in Sachsen richtig (zu sehen bis zum 26. Februar 2012).

Erstmals seit fast 40 Jahren kehren die Originalkostüme an den Drehort zurück. Sie lagerten bisher im Fundus der Prager Barandow Filmstudios und sind nun für vier Monate am Originalschauplatz zu sehen. Die Festsäle des Schlosses und die originalen Filmstätten bieten den würdigen Rahmen für die "königlichen" Requisiten - und für das Traumpaar: Als lebensgroße Wachsfiguren tanzen Aschenbrödel und Prinz Arm in Arm. Die Ausstellung umfasst 2000 Quadratmeter auf vier Etagen. Mit viel Liebe zum Detail wurden Kulissen - wie der Bauernhof der Stiefmutter oder die "gute Stube" - überarbeitet oder sind neu entstanden. Interviews dokumentieren die Entstehungsgeschichte des Films und die Lebensläufe der Akteure. Die jüngsten Besucher werden von Märcheneule Rosalie als Comicfigur durch die Schau geführt. Es gibt Kindertheater, Puppenspiel und Märchenlesungen. Bei der Verwandlung der Haselnuss ins Hochzeitskleid ist Eigeninitiative gefragt, wie auch bei anderen Mitmachstationen.

http://www.maerchenschloss-moritzburg.de/
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