Mir(Mann) die Augen geöffnet - im Erfurter Frauenzentrum zum Frauentag

Mitautorin im Internet-Tagebuch der TA, Frau Silke Dokter, hatte zu einer Lesung aus ihren Tagebucheinträgen am 100.Internationalen Frauentag ins Frauenzentrum Erfurt eingeladen. Gleichzeitig sollte diese Veranstaltung die Eröffnung eines wunderbaren Projektes, Frauen an das Schreiben eigenen Lebens heranzuführen und zu begeistern.
Hinweisend auf die zahllosen Dokumente und Briefe sowie Schriften über das wahre Leben früherer Generationen schloss sie messerscharf, wie wesentlich dieses heutige Aufschreiben eigener Erlebnisse und des Lebens grundsätzlich wie konkret in Thüringen ist – auch um Vergessen vorzubeugen.

Weil mich diese Thematik interessierte und ich ja zwei Jahre auch Mitautor dieses Tagebuchs der TA war, mich das Leben sehr interessiert, war ich nach Erfurt gefahren – "bewaffnet" mit einer Nelke für Silke Dokter, um nicht ganz mit leeren Händen zu kommen, zumal der 08. März eben dieser in meinen Augen immer wieder schöne wie praktisch notwendige Anlass ist, Frauen und Mädchen ihn etwas besonders schön (mit) zu machen.

Da stand ich nun vor ihr, gab die Blume, erntete erfreutes Erstaunen. Dann wurde ich von einer Mitarbeiterin des Frauenzentrums darauf aufmerksam gemacht, dass dies eine Frauentagsveranstaltung der Frauen sei und Männer dafür keinen Zutritt hätten!
Hui! Das hatte ich völlig außer Acht gelassen. War mir einfach nicht in den Sinn gekommen. Also war ich raus?!
Mit den Worten, dass ich auch nur von Gotha gekommen war, um gleich wieder zu gehen, hatte ich meinen Verständnisbedarf ( = Ratlosigkeit ) überbrücken wollen. Nun wusste die Mitarbeiterin nicht so richtig, was sie davon halten sollte und zu tun sei.
Als alle anwesenden Frauen gefragt worden waren, ob ich „als Mann“ an der Lesung teilnehmen dürfe, ob keine etwas dagegen hätte – durfte ich bleiben.

Natürlich lag es an mir, vorher nicht richtig nachgedacht und die Situation bedacht zu haben. Nicht umsonst gibt es ja diese Frauenzentren! Dennoch war ich einerseits echt verdattert und andererseits (auch im Nachhinein!) mehr als dankbar, dass ich bleiben durfte.

Die Lesung war für mich ein Genuss und für die anwesenden Frauen auch interessant wie ansprechend. Eigentlich wollte ich die Atmosphäre bildhaft einfangen. Doch es blieb bei Fotos von Silke Dokter und ihrer musikalischen Gitarrenbegleitung.
Dann fiel mir ein, wie ich eine Frauenveranstaltung „bildhaft dokumentieren“ kann, ohne den Zorn der Anwesenden auf mich zu ziehen. Passend zum gleichzeitigen Faschingsdienstag machte ich angefügte Fotos.

Zu Beginn der sich anschließenden Kaffee-Runde bat ich, mich nützlich machen zu dürfen. Das Einschänken des Kaffees übernahm ich gern. Schmunzelnd hörte ich: „Schön, wie damals in der DDR“. Doch das möchte ich jetzt nicht erörtern oder kommentieren.
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Bilderfolge:
1. Dankeschön des Frauenzentrum
2. Lesende Silke Dokter
3. Gitarrenbegleitung
4. Taschenzone 1 und 2
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Hannelore Grünler aus Artern | 09.03.2011 | 20:37  
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