Mörderisches Thüringen

  Eine Leiche! Im Baum! Wie schrecklich! Doch schnell kommt die Entwarnung: Es ist nur eine Schaufensterpuppe. Kurze Zeit später scheint sich die Meldung zu wiederholen. Diesmal allerdings ist die Leiche echt: Im Arnstädter Schlosspark wird Peter Holland tot gefunden, ein risikofreudiger Bau- und Solarunternehmer. Johannes Fielding ist zu der Zeit auch in der Stadt, auf besonderer Mission. Eigentlich ist der ganze Presserummel um den Mord nicht sein Ding. Doch dann beginnt er nachzuforschen...

Alles muss stimmen



Die Bäume, an denen sich echte oder vermeintliche Leichen - allesamt natürlich nur ausgedacht - aufknüpfen lassen, nimmt Klaus Paffrath genau unter die Lupe. Schließlich muss alles stimmen. Das ist er seinen Lesern schuldig. „Manche Wege, die ich beschreibe, gehe ich vorher dreimal ab, ich zähle die Stufen einer Treppe, höre auf verschiedenste Geräusche“, berichtet er von seiner akribischen Recherche. Der Leser solle die Orte des Geschehens wiedererkennen, alles müsse für ihn nachvollziehbar sein, formuliert der Hobby-Autor seinen eigenen Anspruch.

Rege Phantasie



Dafür entstammt die Handlung komplett seiner Phantasie.Alles zusammen - Phantasie, Recherche und eine große Portion Spannung - ergibt „Sonne, Wind und Tod“. Ein Buch, das im März mit dem Thüringer Krimipreis geehrt wird. Dr. Klaus Paffrath, im 'normalen' Leben Jurist und Referatsleiter im Thüringer Bildungsministerium, ist überglücklich, dass sein Buch gewonnen hat. Schon immer hat er ein Faible fürs Schreiben, als Heranwachsender füllt er fleißig sein Tagebuch, immer wieder sind es später Kurzgeschichten, die er zu Papier bringt.

Es wird mörderisch



Vor zehn Jahren etwa beginnt er, seinem Geschriebenen mörderische Spannung einzuhauchen, er entdeckt seine kriminalistische Ader. Mit seiner schwarzen Komödie „Kanzlerbonus“, einer Politsatire, die er unter seinem Pseudonym Johannes Goettsche veröffentlichte, erweckt er seinen Helden Johannes Fielding zum Leben.

Genau dieser Fielding ist es, der nun in Paffraths preisgekröntem Buch in die mörderische Handlung verstrickt wird. Die schreibt sich der Schreibtisch-Täter in ungezählten Stunden leidenschaftlich von der Seele. Ab und zu, gesteht er, wird er mitten in der Arbeit von den eigenen Figuren überrascht. Die Grundidee für das Buch steht, Anfang und Ende hat der Autor im Kopf. Doch mittendrin wird es mitunter knifflig. „Die Personen geben dann mit einem Mal die Handlung vor, ihre Charaktere machen sich selbstständig“, lässt sich Klaus Paffrath gern von seinen Figuren führen. Allerdings behält er als Schreiber immer die Oberhand. Alles muss logisch bleiben, die Handlung nachvollziehbar. Trotzdem spannend. Schließlich soll der Leser miträtseln, wer denn nun der Täter sein könnte. Zu einfach macht er es ihm dabei natürlich nicht.

Gedanken auf Wanderschaft



Die besten Ideen zu seinen Geschichten kommen dem 52-Jährigen, wenn er wandert oder radfährt. Da hat er den Kopf frei, die Gedanken beginnen ebenso zu wandern. Ein wenig, so könnte man denken, sieht er sich Klaus Paffrath bei seinen Unternehmungen schon mal nach neuen Tatorten um. „So ein Preis spornt natürlich an“, gibt er zu und verrät, dass es schon erste Überlegungen für ein weiteres Buch von ihm gibt. Doch das hat Zeit. Erst einmal freut er sich, bald schon sein Buch in den Händen halten zu dürfen.




Das Buch

„Sonne, Wind und Tod“ spielt in Erfurt, Arnstadt und rund um die Wachsneburg. Es erscheint Anfang März als Buch und E-Book. Am 13. März präsentiert der Sutton Verlag den Siegertitel auf der Leipziger Buchmesse.
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