Musik auf Blumenvasen - Nicholas Young im Interview

Nicholas Young kommt nach Erfurt, der Stomp-Tänzer und Musiker wird hier mehrere Workshops während der Sommertanztage geben. Er begann seine Karriere mit der Tapestry Dance Company in Austin Texas. Er studierte Stepptanz, Ballett und Modern Dance, entwickelte sich zu Choreographen. He lernte sein Handwerk bei Debra Bray, Diane Walker, Sam Weber, Eddie Brown, Sally Jaque, Dee McCandless und anderen. Diese Einflüssen bildeten das rhythmische Fundament und eine schier endloses Inspiration. In New York war er zunächst mit dem Manhattan Stepptanz-Ensemble unterwegs, bevor er vor etwa sieben Jahren bei der Broadway-Show von Stomp landete.

Guten Morgen nach New York, wie spät ist es bei Ihnen?
Es ist gerade 8.30 Uhr geworden.

Sie stehen kurz vor ihrer Reise nach Deutschland, ist es das erste Mal für Sie hier?
Nein, ich war schon mehrfach in Deutschland. Das ist allerdings schon einige Jahre her. Ich war mit Stomp in Städten wie Düsseldorf oder Frankfurt.

Was haben Sie auf dem Zettel, wenn Sie nach Erfurt kommen?
Zwei verschiedene Dinge: Zum einen unterrichte ich Stepptanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Außerdem steht eine Percussion-Kurs auf dem Programm. Außerdem werden wir uns in Bodypercussion versuchen. Wir schauen uns an, wie verschiedene Dinge klingen und werden ein Stück für die Abschlussgala entwickeln.

Wie bereiten Sie beispielsweise den Percussion-Kurs vor, welche Instrumente kommen zum Einsatz?
Ich werden den Schülern zeigen, wie man mit Alltagsgegenständen Musik macht. Da werden wir uns Dinge suche und werden das Beste rausholen.

Wer die Stomp-Show gesehen hat gewinnt den Eindruck, Sie können mit jedem Gegenstand Musik machen.
Ja, irgendwie sind alle Dinge Instrumente. Ich kann sozusagen aus Nichts Musik machen. Der gesamte Körper ist bereits ein Instrument. Deswegen werden wir viel mit dem Körper arbeiten. Techniken, die ich aus Brasilien mitgebracht habe. Wir werden losziehen und verschiedene Objekte finden, die Töne erzeugen.

Du spielst viel mit Stomp auf der Bühne, haben Sie zugleich Erfahrungen als Lehrer gesammelt?
Das ging sehr früh los bei mir. Schon mit 16 Jahren habe ich unterrichtet. Ich habe in meiner Heimatstadt Austin (Texas) bei einer professionellen Tanzschule angefangen. Mit 21 bin ich nach New York gegangen und habe dort auf verschiedenen Festivals als Lehrer gearbeitet. Danach war ich in Italien und überall in den Staaten jeweils als Lehrer auf Festivals unterwegs.

Was war das verrückteste Ding, auf dem Du gespielt hast?
Für eine Radiosendung haben wir live im Studio schon mal auf Blumenvasen und Joghurtbechern Musik gemacht.

Informationen
www.tanzhaus-erfurt.de; Sommertanztage vom 30. Juli bis 5. August, Abschlussgala Alte Oper Erfurt, 19 Uhr.
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