Musik mit Seele

Er ist eins mit dem Klavier und mit seiner Musik.
Es kribbelt in den Fingern. Immer, wenn Florian Spindler ein Klavier sieht, muss er darauf spielen. Fast ist es wie eine Sucht. Sobald dann seine Finger die Ta-sten berühren, scheint der 22-Jährige in einer anderen Welt zu sein. Er und die Musik werden eins. Scheinbar mühelos springt der Funke über auf jene, die ihm dabei zuhören. „Es ist einfach das Schönste für mich, andere mit meiner Musik berühren zu können, in ihnen ein Feuer zu entfachen.“, gesteht er in einer kurzen Klavierpause.

Notenblätter sucht man bei dem jungen Mann vergeblich. Dabei könnte er vom Blatt spielen, natürlich. Das hat er schließlich seit früher Kindheit gelernt. Doch heute macht er lieber aus jedem Song seine ganz eigene Version. „Boogie Woogie und Rock‘n‘Roll - das ist meine Welt“, strahlt er. Selbst aus AC/DCs „Highway to hell“ macht Florian einen echten Tastenhit. Manchmal schreibt er eigene Lieder, komponiert, textet, singt dazu. Ein Lied für den geliebten Bruder, ein anderes, das gerade aus einer Stimmung heraus entsteht.
Überhaupt, es muss stimmig sein, er muss sie in sich fühlen, die Musik. Genau, wie er die Atmosphäre um ihn herum erspürt und rein intuitiv weiß, welcher Song gerade passt. Es gibt Menschen, die hat Florian mit seinem Spiel schon zu Tränen gerührt.

Für ihn, so gibt er zu, ist das alles ein wunderbares Geschenk. Und er träumt davon, eines Tages vielleicht einmal weit herumzukommen, Konzerte zu geben, Menschen Musik schenken zu können, sie damit zu berühren. „Wie ein Adler, der durch die Welt fliegt, Notenzeilen hinter sich herzieht und anderen Freude bringt“, gestattet er sich noch ein wenig zu träumen.
Doch ein Träumer ist Florian nicht. Der Wahl-Erfurter absolviert gerade eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann, steht trotz aller Wünsche und Begabungen mit beiden Beinen fest im Leben. Aber träumen ist erlaubt. Und wer weiß, vielleicht werden manche Träume ja doch einmal wahr...

HINWEIS:
Immer donnerstags ab 20 Uhr spielt Florian Spindler im „Pianola“ in der Meienbergstraße, an manchen Tagen im „Schauplatz am Dom“. Auch beim Krämerbrückenfest und zum Stadtfest in Meiningen ist er schon aufgetreten.
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