Nächte Runde Bandaoke: Am 29. Juli im Presseklub

  Erfurt: Presseklub |

+Oft genug purer Nervenkitzel + Bandaoke, ein erfrischendes Gegenmodell zu Karaokeabenden und Musik aus der Konserve + nächster Termin Freitag, 1. April

Drei Instrumetalisten, 140 Songs und 20 Sänger? Das klingt eher nach Choas als nach einem vergnüglichen Abend. Bei der „Bandaoke“ im Erfurter Presseklub funktioniert das aber, eine Liveband spielt das, was bei Charaoke aus der Konserve kommt. Ist das besser oder schlechter für die Amateursänger? AA-Redakteur Axel Heyder hat Keyboarder Stephan Janson befragt.

Wie funktioniert Bandaoke?

Am Abend liegen Listen aus, aus denen man sich seinen Song aussucht. Eine junge Frau namens Pamela nimmt die Anmeldungen dann an. Sie notiert Namen und Lied und moderiert es dann in einer der Runden an. Auf einem Bildschirm ist der Songtext zu sehen, zwei Mikrofone sind gleichzeitig verfügbar. Duette sind immer nicht nur möglich, sondern auch gern gesehen. Die Band spielt so nah am Original wie möglich.

Besser oder schlechter als aus der Konserve?


Fühlt sich das besser oder schlechter als von der CD an?
Vorteil für den Sänger ist: Die Musiker im Rücken helfen jederzeit beim Rhythmus und Melodiefinden, falls es mal hakt. Unser Ziel ist es, dass es am Ende immer ein gelungener Auftritt für den Sänger wird.

Und wer macht die Bandaoke?

Unser Team besteht aus den drei Musikern Christian (Schlagzeug), Ingmar (Gitarre) und Stephan (Keyboards) sowie der Moderatorin Pamela. An der Kasse sitzt Jenna, die auch zum Team gehört. Die beiden Coverbands Troubled Mellowdy und Voice&Fun haben sich dafür zusammen geschlossen.

Wann und wie seid ihr auf die Idee mit der Bandaoke gekommen?
Im Presseklub gibt es Bandaoke schon seit vier Jahren, zwei davon mit uns. Als die ursprüngliche Band aufgehört hatte, haben deren Mitglieder und der Besitzer des Clubs sich alle den gleichen Nachfolger gewünscht. Und schon waren wir am Drücker!

Wie war das beim ersten Mal, haben sich da gleich Leute getraut und wars voll?
Ich war ja früher selbst gern bei der Bandaoke als Gast und da war es immer gut besucht, das hat sich fortgesetzt. Der Abend beginnt oft mit kurzen Runden weil sich zu Beginn nur wenige anmelden. Am Ende trinkt sich mancher etwas Mut an und dann beginnt der Wettstreit um die letzten verbliebenen Startplätze - der ganz normale Bandaoke-Wahnsinn. Da muss auch schon mal gelost werden oder es werden Duette zusammen gestellt von Leuten, die sich gar nicht kennen.

Nach welche Kriterien sucht ihr die Songs aus?
Wir schauen, was uns selbst gut gefällt, was uns die Fans als Wünsche äußern und was generell gern bei Karaokepartys gesungen wird. Stilistisch gibt es keine Grenzen.

Überraschen Euch manche Zuschauer mit positiven und negativen Gesangskünsten?
Manche kommen einfach nur zum Abfeiern und herumalbern, andere wollen das erste mal auf einer richtigen Livebühne stehen. Andere wieder sind geübte Sänger, die vor Publikum einfach neue Dinge ausprobieren. Bei uns ist für jeden Platz, solange der Spaß immer an erster Stelle.

Wie merkt man sich als Musiker 140 Songs, wenn man nicht vom Blatt oder nach Noten spielt?
Wir machen zwei, drei Proben vor den Veranstaltungen. Wir üben dann querbeet durch die Liste. Als Vorlagen haben wir Textblätter mit Abläufen, Akkorden und praktischen Hinweisen. Aber ganz ehrlich: Oft genug ist es der pure Nervenkitzel wenn man live plötzlich nicht mehr weiß, wie es losgeht.

Schon mal ein Song verwechselt?
Ja, aber zum Glück sind wir drei Musiker, einer weiß immer Bescheid.

Kommen oft Songwünsche, die nicht in Eurer Liste stehen?
Die Geschmäcker sind vielfältig und jeder möchte sein Lieblingslied gern bei uns singen. Wir sammeln die Vorschläge und manch einer schafft es dann ins neue Programm. Am Abend selbst wollen wir nur bestehendes Repertoire bedienen. Nur dafür haben wir die richtigen Textvorlagen für die Sänger parat. So können wir auch sicherstellen, dass wir das Lied ausreichend beherrschen.

Und passiert auch mal Überraschendes?

Wir hatten schon Polonaisen durch den Club, acht Sänger gleichzeitig, aber auch Gäste, die sich für ein Lied anmelden, aber ganz offensichtlich weder die Melodie noch die Textverteilung kennen. Manchmal stimmte das ganze Publikum mit ein und rettete den Sänger.

Im Video von der Bandaoke.
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