Nagelkreuzgemeinschaft

  Die Deutsche Nagelkreuzgemeinschaft e.V. – Community oft he Cross of Nails

Coventry: Die mittelalterliche Kathedrale St. Michael wurde völlig zerstört bei einem deutschen Luftangriff am 14./15.11.1940. Zuvor am 15.03.1939 marschierten deutsche Truppen in die Tschechoslowakei und gründeten das Protektorat Böhmen und Mähren. Wegen der Ermordung des Gauleiters wurde aus Rache der Ort Lidice komplett vernichtet, er steht heute im Zeichen des Nagelkreuzgemeinschaft.
Nach dem II. Weltkrieg ging von Coventry die Versöhnung über Zerstörung und Kriegsgräber aus. Drei Nägel aus den Ruinen der Kathedrale wurden zu einem Nagelkreuz geformt. Unter diesem Zeichen der Versöhnung schlossen sich bisher 250 Kirchgemeinden und Organisationen weltweit zusammen, die ebenfalls zerstört wurden oder unter Terror litten.
Zur Nagelkreuzgemeinschaft Mitteldeutschland gehört u.a. die Frauenkirche Dresden, die völlig zerstört wurde beim anglo-amerikanischen Luftangriff am 13./14.02.1945. Wenig später am 25.02.1945 starben 267 Menschen in den Trümmern der Waidhäuser und der historischen Bibliothek des Ev. Augustinerklosters in Erfurt.
Am 13.10.2012 fand im Erfurter Augustinerkloster das Regionaltreffen statt. Es wurde organisiert vom Diakon der Frauenkirche Dresden, Herrn Jost Hasselborn, sowie vom Kurator und Leitungsmitglied der Nagelkreuz Community, Herrn Lothar Schmelz Erfurt.
Jana Kaden und Erika Buhr berichteten über ihre Eindrücke, die sie in Coventry sammelten. Interessierte können in Coventry sieben Monate Freiwilligendienst leisten und im Schools-Team mitarbeiten, dass heißt deutsche Schulklassen durch die Kathedrale führen oder die Aufnahme in die Nagelkreuzgemeinschaft organisieren. Im Moment bewerben sich 10 Kirchen und Organisationen darum. Jüngst aufgenommen wurde die katholische Kirche im KZ Dachau, St. Peter und Paul in Weimar und das Zisterzienserkloster in Wien.
Über ihre Aktivitäten vor Ort berichten auch die Diakonisse Brigitte Baller aus Eisenach, Prof. Markus Pietsch aus Halle, Pfr. i.R. Karl Metzner, ebenso Uta Krauße-Lerm, beide Erfurt. Es sprach ebenfalls ein Vertreter der Neuapostolischen Kirche, Herr Wolfgang Heß.
Die Diakonissenanstalt Dresden, die im Krieg zu 75 % zerstört wurde, ist heute ein Nagelkreuzzentrum. Über dieses Projekt sprach eine Vertreterin der Dresdner Diakonissen. An dieser Versöhnungsarbeit beteiligt ist die Aktion Sühnezeichen.
Vormittags wurden alle Eindrücke gesammelt. Herr Schmelz führte durch das Kloster und stellte auch den Kapitalsaal vor, in dem im September 2011 die ökumenische Begegnung zwischen Pabst Benedikt XVI und seinen ev. Glaubensbruder stattfand. Das Friedensgebet und die Fürbitte der Nagelkreuzgemeinschaft fand im Raum der Stille statt. Jenem Raum, in dem 1945 so viele Bürger zu Tode kamen.
Am Nachmittag gab es zwei Diskussions-Schwerpunkte: Was bereitet uns noch Schmerzen in der Versöhnungsarbeit? Wie können wir das Versöhnungswerk noch besser umsetzen. Persönlich hatte ich gute Gespräche mit Birgit Zeller aus Dresden.
Nächste Termine der Nagelkreuz Community sind:
16.12.12 Aufnahme der Herderkirche Weimar in die Nagelkreuzgemeinschaft.
18.-20.10.13 Regionaltreffen in Hofgeismar.
Ich bin dankbar, dieser Gemeinschaft angehören zu dürfen.
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