Neues beginnt

Selbst dort, wo es unmöglich scheint, gewinnt das Leben. Ostern ist das Fest der Auferstehung. (Foto: Imago)
Osterlicht. Osterfeuer. Osterlachen. Osterlamm. Auf vielen Speisekarten steht in der Osterzeit Lammkeule ganz oben. Auch Hausfrauen und Hobbyköche probieren sich aus: Lammschulter mit Kümmel, Lammbraten mit Rosmarin. Tatsache ist: Ein Tier muss sterben, damit wir essen können. Für manche ist der Gedanke an den Tod eines unschuldigen Lebens so schrecklich, dass kein Fleisch auf den Tisch kommt.

Zu biblischen Zeiten wurden Tiere geopfert, um die Schuld der Menschen zu sühnen. Das Lamm trug die Sünde und musste sterben. Das ist die Geschichte von Jesus am Kreuz, aber es ist nicht das Ende der Geschichte. Sein gewaltsamer Tod, die Hinrichtung als Unschuldiger, ist nicht der Schlusspunkt eines tragischen Lebens, sondern der Anfang einer neuen Geschichte.

Am Ostermorgen geht die Sonne über einer völlig veränderten Welt auf. Jesus lebt. Er ist auferstanden. Unvorstellbar, selbst für die nächsten Freunde, aber Wirklichkeit. Sie konnten Jesus sehen. Frauen zuerst. Sie waren sorgenvoll und trauernd zum Felsengrab gekommen. Sie konnten kaum glauben, was da geschehen war. Am Abend dieses Tages kam der Auferstandene in den Kreis seiner Freunde und sprach mit ihnen. Thomas war bei diesem ersten Treffen nicht dabei und zweifelte. Er konnte das mit der Auferstehung nicht fassen und glauben. Er begegnete Jesus später und der sagte zu ihm: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Johannes 20, 29).

Ostern ist das Fest der Auferstehung zu einem neuen Leben. Darum werden in der Osternacht Kerzen angezündet. Osterfeuer erleuchten das Dunkel und verkünden den Sieg des Lebens über Sünde, Tod und Teufel. Jesus sagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt." (Johannes 11, 25).

Jeder Mensch ist neu zum Leben gerufen. Mitten in unserer alten Welt beginnt mit dem Glauben an Jesus Christus etwas Neues. Wir wünschen uns das an vielen Stellen des Lebens und in vielen Lebenslagen: Man müsste nochmals anfangen können. Versagen und Verfehlungen, Schuld und Sünde sollten weggewischt werden. Es müsste einfach einmal neu losgehen. Wir können das im Vertrauen auf die Kraft Gottes, die Tote zum Leben erweckt. Wo wir mit dieser Kraft anderen Hilfe und Liebe geben, erhält unsere Umgebung ein neues Gesicht. Das ist Ostern. Gehen wir los, lassen wir uns ändern und ändern wir unsere Welt.

Zum Schluss: Was ist denn "Osterlachen"? Im Mittelalter gehörte es oft zum Gottesdienst am Ostermorgen. Lachen! Schallendes Gelächter in der Kirche. In osteuropäischen Kirchen ist das ein Brauch bis heute. Der Tod wird verlacht. Seine Macht ist gebrochen. Das Leben hat gewonnen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
1.851
Manuela Deutschland aus Sömmerda | 28.04.2011 | 17:20  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige