Night of the Proms: Stimmliche Kraftpakete

Erfurt: Messe | Erste Aida Night of Proms wartet mit Hochkarätern auf – Seal, Alison Moyet, Stanfour, Nile Rodgers

Zur deutschen Presse hat der Brite Seal ein eher gespaltenes Verhältnis: Denn die lästigen Fragen nach seinem Privatleben mit Heidi Klum bleiben zumeist nicht aus. Und scheinbar wird alles, was er dazu äußert, gerne so gedeutet, als kriselte es in seiner Ehe: So hat er in einem Interview erwähnt, dass es Weihnachten am 24. die Bescherung gebe (nach deutscher Art), er das aber so nicht kenne. Was ein Blatt dazu veranlasste von einem „Krach um die Weihnachts-Feier“ zu berichten. Verständlich also, dass der vierfache Grammy-Gewinner sich jede Frage zu seinem Privatleben bereits im Vorfeld verbittet.

Recht hat er, denn seine Stimme ist das, was zählt. Und die bringt er bei der Aida Night of Proms bestens zur Geltung. Wer auf die Idee kommt, Seal schmuse seine Balladen wie „Kiss from a Rose“ nur so in das Mikrophon hinein, der wird sich bei dieser Live-Show ganz sicher wundern. Denn Seal ist ein Energiebündel, das permanent auf der Bühne unterwegs ist. Der 48-Jährige ist nicht nur körperlich ein Kraftpaket, sondern auch, was seine Stimme angeht. „Für mich ist dabei das Wichtigste, dass ich während des Konzertes mit dem Publikum in Kontakt trete. Das macht es erst zu einem wirklich gelungenen Auftritt“, erklärt der Sänger. Und gibt sich bescheiden: „Während der Night of Proms gibt es eine ganze Reihe guter Künstler, da bin ich nur ein Teil vom Ganzen.“

Selbst wenn man den Eindruck gewinnen könnte, er habe nach vier Titeln noch lange nicht genug, findet Seal selbst: „Das ist perfekt für mich. Und auch eine große Verantwortung. Ich singe den letzten Titel der Show und die Menschen gehen mit eben diesem Eindruck nach Hause. Jeder, der für ein Konzert bezahlt, möchte doch eine gute Zeit dort erleben.

Mit Nile Rodgers, Alison Moyet, John Miles und den anderen Künstlern gelingt das ausgezeichnet“, erklärt der Brite. „Übrigens bin ich ein großer Fan von Alison Moyet und freue mich riesig, sie bei dieser Gelegenheit einmal live zu hören.“ Insgesamt dürfen sich die Besucher in diesem Jahr auf eine ganz Reihe von Neuerungen einstellen, einen Teil der Show hat es in dieser Art noch nicht gegeben. Wie die Premiere in Hamburg zeigte, funktionieren die Änderungen.

So dürfen sich die ­Erfurter auf einen kurzweiligen Abend freuen. Mit großartigen Künstlern, großem Orchester und Chor – sowie einer gelungenen Mischung aus Klassik, R&B, Disco und Popmusik, bei der auch der deutsche Nachwuchs mit Stanfour ein gute Figur abgibt.
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2 Kommentare
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Markus Walloschek aus Erfurt | 01.12.2011 | 15:26  
Axel Heyder aus Erfurt | 01.12.2011 | 15:46  
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