Prog-Rock auf oberstem Level: Marillion live in Erfurt

Steve Hogarth
Erfurt: Gewerkschaftshaus |

Mit Marillion gab gestern eine Band im Erfurter Gewerkschaftshaus ihre Visitenkarte ab, die seit über drei Jahrzehnten zu den Leuchttürmen des Progressivrock zählt.

Marillion hatte in den 80er Jahren die seit der Punk-Invasion in Schockstarre verharrende Prog-Rock-Szene aus der Stagnation erlöst. Die Band um den charismatischen Sänger Derek William Dick aka Fish setzte mit Alben wie Script for a Jester’s Tear (1983), Fugazi (1984) und Misplaced Childhood (1985) Meilensteine des sogenannten Art-Rock (Kunst-Rock). Dem Mainstream-Musikhörer dürfte zumindest der Marillion-Hit "Kayleigh", der vor 31 Jahren die Charts stürmte und auch heute noch im Radio zu hören ist, nicht unbekannt sein.

Nach dem Weggang von Fish, der 1989 durch den nicht minder charismatischen Steve Hogarth ersetzt wurde, haben Marillion seitdem in unveränderte Besetzung mit Steve Rothery (g), Pete Trewavas (b), Mark Kelly (keyb) und Ian Mosley (dr) elf hochgelobte Studioalben veröffentlicht. Darunter solche Perlen des Neo-Prog wie Brave (1994), This Strange Engine (1997), Marbles (2004) und zuletzt Sounds that Can't be Made (2012). Aus dieser Ära präsentierte die Band in Erfurt vor vollem Haus einen repräsentativen Querschnitt. Aber auch Songs des erst Ende Ende September erscheinenden Longplayers "FEAR", Marillions insgesamt 16. Studioalbum, wusste das Konzertpublikum zu begeistern. Genauso wie die überschäumende Spielfreude auf höchstem Niveau der Prog-Rockveteranen aus Großbritannien, die mit "Kayleigh" und "Lavender" in der Zugabe eine gelungene Reminiszenz an die Fish-Ära erklingen ließen.
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