Schnupperkurs Prinzessin

Donndorfer Lindenprinzessin: Mandy Petzoldt nimmt Geschicke gern selbst in die Hand

LANGENRODA. Wenn die Menschen in Langenroda etwas erleben wollen, müssen sie zumeist selbst aktiv werden. Im vergangenen Jahr feierten sie die Erst­erwähnung ihres Ortes vor 700 Jahren. Dazu gründeten sie extra ein Komitee zur Organisation der Feierlichkeiten. Es wurden unter anderem ein großes Hoffest organisiert und Bräuche und Handwerk vorgeführt. Da verwundert es nicht, dass eine junge Frau aus dem Ort ihre ­Geschicke auch selbst in die Hand nimmt. Die erst 17-jährige Schülerin Mandy Petzoldt ist die amtierende Donndorfer Lindenprinzessin. Sie folgte Anica I. im Amt – und hatte Glück dabei. Noch bevor sie ihr Amt antrat, hatte sie Gelegenheit, es gründlich kennenzulernen. Ein Prinzessinnen-Schnupperkurs sozusagen, denn Anica I. nahm Mandy lange vor deren Krönung mit zu den Terminen. Deshalb wusste die Gymnasiastin genau, auf was sie sich einlassen wird. Große Begeisterung kam bei ihren Eltern aber zunächst nicht auf. Immerhin wollen Schule und Amt, in dem es von Mai bis Oktober fast jede Woche einen Termin gibt, unter einen Hut gebracht sein.

„Ich muss mich gut selbst organisieren können. Wenn ich weiß, dass Termine anstehen, muss ich nach Zeiten schauen, in denen ich die Schulsachen erledigen kann“, sagt die junge Langenrodaerin. Inzwischen haben sich die Eltern an die derzeitige Doppelrolle ihrer Tochter gewöhnt, fahren sie gern zu den Terminen. Mandy hat zwar bereits einen Führerschein, darf allerdings erst mit 18 alleine fahren.

Ab Mai wird wieder ein Termin dem nächsten folgen. Angefangen vom Donndorfer Lindenfest, zu dem sie im ­vergangenen Jahr gekrönt wurde, über das Borntalfest bis hin zum Jahresabschluss und den Weihnachtsmärkten. Selbst in der Faschingszeit ist sie als Lindenprinzessin gefragt. Die anfängliche Schüchternheit, als sie in vollen Sälen etwas durch ein Mikrophon sagen musste, hat sie abgelegt. Und sie hat noch etwas dazu gelernt: „Ich kann mich noch so gut auf den Termin vorbereiten – ein Moderator auf der Bühne schafft es immer wieder, Fragen zu stellen, mit denen ich nie gerechnet hätte.“
Außerdem muss sie als Hoheit flexibel agieren: „Immer dann, wenn sich Termine verschieben oder fast zeitgleich zusammenfallen, kann es auch mal richtig hektisch werden.“ Da lernt man etwas fürs ganze Leben.
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