Schulhof wird zur Oase

Diese Schulhofecke ist total langweilig, hier muss sich unbedingt etwas ändern, finden die Achtklässlerinnen Maria Germer, Michelle Trost und Anne-Sophie Kohlmann.
Sonnenliegen wären cool.“ „Sitzwürfel auch.“ „Ich könnte mir eine Hollywoodschaukel gut vorstellen“. „Und einen Springbrunnen in der Mitte!“ Die Ideen purzeln wild durcheinander, fast muss man die jungen Kreativen bremsen.

Die Achtklässler der Regelschule Elxleben sind in ihrem Element. Klar, es geht ja auch um ihren Schulhof. Und der zeigt sich nicht gerade von seiner schönsten Seite. Ein paar Bäume am Rand, alte Bänke, ansonsten viel Grau und vor allem gähnende Leere. Nichts zum Abspannen und Wohlfühlen, oder besser gesagt „Chillen“, wie es in der Teeniesprache heißt.

In dieser Woche wird alles anders. „Schulhofoase“ ist das Projekt innerhalb des Kulturagenten-Programms überschrieben, in dem ein zwanzig mal dreißig Meter großer Schulhofbereich komplett neu gestaltet wird. Kulturagentin Kathrin Sengewald und Landschaftsarchitekt Henry Thomas sammeln dafür mit den Schülern Ideen, diese wurden zu Entwürfen. Nicht nur auf dem Papier, sondern in Form kleiner Modelle.

„Die Schüler sind super bei der Sache, ich glaube, unser Vorhaben geht voll auf!“, freut sich Henry Thomas über so viel Begeisterung. Grundbedingung war, aus solchen Materialien wie Erde, Kies, Holz, Rasen und mehr die Fläche zu gestalten. Und die bietet Raum für jede Menge Kreativität. Was die Schüler wollen, wissen sie schon ziemlich genau: Einen Platz zum Zurückziehen und Durchatmen. Mit genügend Sitzmöglichkeiten, möglichst einer Überdachung, Rasengrün und fröhlichen Farben. Und einigem mehr. Schließlich ist es wichtig, in den Pausen neue Kräfte zu sammeln. Das geht nur, wenn sich die Kinder wohlfühlen, sie eins sind mit dem Schulhof, der durch ihre Ideen und ihre Arbeit wirklich zu „ihrem“ wird. In dieser Woche nun nimmt der Platz Gestalt an, in Graffiti-, Holz- und Landschaftsworkshop (hier gibt es zusätzlich Unterstützung durch Marc Jung und Florian Schmigalle), gestalten alle Beteiligten gemeinsam den Schulhofteil neu.

„Wie es genau wird, können wir noch nicht sagen, das ergibt sich im laufenden Prozess“, weiß Henry Thomas. Und vielleicht, lacht er, werden sie ja sogar die Idee mit der fliegenden Kuh umsetzen können...
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.04.2012 | 22:36  
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