Stasi-Akte spezial - Wie die Stasi Geruchskonserven herstellte

Wann? 01.09.2015 15:00 Uhr

Wo? Stasi-Unterlagen-Behörde, Petersberg 19, 99084 Erfurt DE
Erfurt: Stasi-Unterlagen-Behörde | Während unserer Archivführung stellen wir interessante Geschichten und Begebenheiten aus den Erfurter Stasi-Akten vor. Thematisch kommen alle Bereiche der Tätigkeit des MfS in Betracht. Besondere Berücksichtigung finden Fälle mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen.

15.00 Uhr Archivführung

Das Archiv der Außenstelle Erfurt umfasst rund 4.500 laufende Meter Akten, etwa 2,5 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos, Filme und Dias. Beim Rundgang durch das Archiv können sich die Besucher vom Umfang dieses Bestandes überzeugen.

Bei der kostenlosen Führung beantworten wir folgende Fragen:

Wie wird eine bestimmte Akte im Archiv gefunden?
Wie werden Inhalte von Akten erschlossen?
Welche Aktenarten gibt es?
Welche Rolle spielte die Kartei beim MfS?
Was steht in den Akten?
Was geschieht mit vorvernichtetem Material bzw. aufgefundenen Stapeln loser Blätter?

In unserem Informations- und Dokumentationszentrum kann außerdem die Ausstellung "Sicherungsbereich DDR" besichtigt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit im Anschluss einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

Anschließend Lesung aus Stasi-Akten
"Wie die Stasi Geruchskonserven herstellte"

Bei ihrer geheimpolizeilichen Tätigkeit legte die Stasi systematisch "Geruchskonserven" von Kriminellen aber auch von Oppositionellen und politisch-"verdächtigen" Personen an. In luftdicht verschlossenen und sorgfältig beschrifteten Weckgläsern hortete sie tausende Duftproben auch zu Regimekritikern. So konnte das MfS jederzeit feststellen, wer ein bestimmtes Flugblatt verteilte oder an einer geheimen Zusammenkunft beteiligt war.

Die Gerüche entnahm die Stasi von Schuhen oder Kleidungsstücken der "verdächtigen" Personen oder von Stühlen, auf denen sie gesessen hatten. Ohne Wissen der Betroffenen sammelte die Geheimpolizei Gerüche von Menschen, um ein Riechprobenarchiv anzulegen und so mögliche Vergleichsproben vorrätig zu haben.

In einer Lesung im Anschluss an der Archivführung werden anhand von Aktenausschnitten und Beispielen unter anderem die Fragen: Wie wurden Geruchskonserven hergestellt? Wozu dienten Geruchskonserven? beantwortet. Dienstanweisungen sowie MfS-internes Schulungsmaterial zum Abnehmen und Konservieren der Geruchsproben, aber auch Einzelheiten zu den sogenannten "Differenzierungshunden" werden ebenso erläutert.
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2 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 29.08.2015 | 16:52  
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Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt aus Erfurt | 01.09.2015 | 07:32  
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