Unter den Teppich kehren

Das ehrt weder Hausfrau noch Hausmann, wenn "Dinge unter den Teppich gekehrt werden". Denn Dreck gehört auf die Schaufel und in den Müll, aber nicht unter teure Textilbeläge. Die zum Sprichwort gewordene Wendung will auch nicht nur unseren Umgang mit Staub beschreiben. Werden die Dinge unter den Teppich gekehrt, sind sie vor anderen versteckt. Wir leben in einer Zeit, in der es wichtig ist, dass der Schein stimmt. Die Fassade muss glänzen. Die Oberfläche soll leuchten. Darum kommt alles, was stört, unter den Teppich.

Das Thema ist nicht neu. Schauen wir zurück in biblische Zeiten. Der Prophet Jeremia spricht im Auftrag Gottes zu seinem Volk: "Und wenn du dich auch mit Lauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so bleibt doch der Schmutz deiner Schuld vor mir, spricht Gott der Herr. Wie wagst du denn zu sagen: Ich bin nicht unrein." (Jer 2,22-23)

Der lebendige Gott blickt durch. Er sieht auch das, was in unserem Leben unter den Teppich geschoben wurde. Was wir vor anderen verdecken können, liegt vor Gott offen da. Das klingt dramatisch. Sogar die Versuche der Selbstreinigung versagen. Doch ist das unsere Rettung, denn der Gott der Bibel kann und will unseren Dreck wegbringen. Er kümmert sich um unsere Sünde. Ihm können wir unsere Schuld bekennen - im stillen Gebet, im Gespräch mit einem Seelsorger. Danach liegt der Lebensteppich wieder besser.
Gesegnete Zeit
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 27.06.2011 | 23:44  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige