Vicente Patíz packt die Welt in Klänge - am Freitag auch in Waltershausen

Vicente Patiz ist Multiinstrumentalist, Gitarrist, Komponist und Entertainer und gab bislang mehr als 1500 Konzerte. (Foto: Andreas Ernstberger)
Waltershausen: Schloss Tenneberg | Die Konzerte des Multiinstrumentalisten, Gitarristen und Entertainers Vicente Patíz sind Performance, Balsam für die Seele und herzerfrischendes Kopfkino in einem. In seinem achten Album „Tierra“ verschmelzen die Klänge der Erde zu einem bezaubernden Mix aus Melodie und Lebensfreude. Mit Gitarren, Didgeridoo, Perkussion und einer 42-saitigen Harfengitarre schafft er eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Klangwelten, die von Flamenco bis Jazz reichen.
Im Gespräch mit dem 39-Jährigen, der am Freitag nach Waltershausen kommt:



Ihr Konzert heißt „Klang der Erde“. Wie klingt sie denn?


Überall anders. In meinen Konzerten versuche ich, das aufzugreifen. Mit vielschichtigen Instrumenten und ganz typischen Elementen, die eben nur in bestimmten Ländern vorkommen. Dabei kommen spannende Sachen heraus. Mit der Musik weckt man Assoziationen, mit einem Mal weiß man, wie zum Beispiel Indien klingen könnte. Und ich schüre auch ein bisschen die Sehnsucht nach fernen Ländern.


Haben Sie denn alle Länder bereist, die Sie in Klänge packen?


Das habe ich noch nicht geschafft, obwohl ich ein stetig Reisender bin. Zu Hause bin ich im Erzgebirge, aber bei 120 Konzerten im Jahr, Workshops und Projekten mit Kindern bin ich wirklich viel unterwegs. Aber von den Klanggebieten, die ich noch nicht kenne, habe ich meine Vorstellungen, die ich dann in die Musik einbaue. Und es funktioniert, so mancher Weitgereiste entdeckt seine Reisezeile in den Klängen wieder.


Sie sind Multiinstrumentalist, Gitarrist, Komponist und Entertainer. Was davon sind Sie am meisten?


Von jedem etwas.


Wie viele Instrumente spielen Sie?


So etwa 200. Davon allein 37 verschiedene Gitarren, etliche Flöten, Perkussion... Auf der Bühne spiele ich etwa 20 Instrumente.


Da brauchen Sie wirklich kein Orchester, Sie sind es ja selbst! Um so viele Instrumente spielen zu können, müssten andere mindestens 200 Jahre alt werden.


200 Jahre? Ja, das ist das Ziel ;-) Ich habe erst mit 18 damit angefangen, mir alles selbst beigebracht. Zugang zu den Instrumenten findet man vor allem durch das Gehör. Ich bin immer ganz Ohr, schaue mir von anderen Musikern etwas ab, höre genau auf die Akkorde und die Rhythmen. So erschließe ich mir ein neues Instrument.


Zu Ihren Instrumenten gehört auch eine 42-saitige Harfengitarre. Lässt die sich überhaupt beherrschen?

Ja, das geht. Der Reiz dieser Gitarre liegt darin, dass sie völlig anders klingt, durch ihre tonalen Möglichkeiten ist sie ein wahres Klangmonster. Ich habe sie extra bauen lassen, dabei sind alle meine Wünsche eingeflossen. Sie ist die Realisierung eines Traumes und natürlich eines meiner Lieblingsinstrumente. Sie liegt mir sehr am Herzen. Und auf dem Rücken beim Tragen, sie ist 8 Kilo schwer.


Sie haben vor fünf Jahren einen Weltrekord aufgestellt. Gibt es bald einen neuen?


Auf keinen Fall! Das, was ich derzeit mache, ist ein einziger glückseliger Zustand, ich liebe meine Arbeit. Die Konzerte genau wie meine Projekte mit Kindern. Was gibt es Schöneres, als wenn ein ganzes Klassenzimmer tanzt, alle Kinder begeistert mitmachen? Der Weltrekord damals war einfach ein verrücktes Abenteuer: Acht Konzerte in acht Ländern in 24 Stunden. Da war ich im Dauer-Adrenalinzustand, brauchte keinen Schlaf. Ich wollte eben mal einen Weltrekord haben.


Termin:



Vicente Patíz - Tierra - Der Klang der Erde: Freitag, 31. Juli um 20.15 Uhr im Schloss Tenneberg in Waltershausen. Karten: 03622/69170.


Weitere Informationen: www.vicentepatiz.com
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