Weihnachtsbräuche aus alter Zeit

Knecht Ruprecht, der auch andere Namen trägt¸ wie z.B. Pelzmärtel, ist sehr viel älter als die christlichen Heiligenfiguren . Bischof Nikolaus von Myra und Abt Nikolaus von Sion, die später in der Legende zu einer Figur verschmolzen.
Knecht Ruprecht entstammt der germanischen Sagenwelt. Der Legende nach soll die Gattin des Gottes Odin, Göttin Freya, die über die Brunnen des Lebens und der Fruchtbarkeit herrschte als Morgengabe das Gebiet um Westthüringen erhalten haben. Jährlich in der Sommer- und Wintersonnenwendzeit zog sie durch die Lande. In Thüringen heißt die Göttin Frau Holle.
In christlicher Zeit wurde die Göttin dämonisiert wie die ganze germanische Sagenwelt und mit einem schrecklichen Aussehen dargestellt und wurde Pechta, Nertha usw. genannt. Aber die Holle soll auch die Venus im Hörselberg gewesen sein, die den Ritter Tannhäuser verführte.
Frau Holle fuhr in einem goldenen Wagen, gezogen vom heiligen Pferd Sneipnir, begleitet von den klugen Raben Odins, Hugin und Munin durch die Orte. Der Kutsche voran zog ein Heer wilder Kläuse und böse Hunde. Ihre Aufgabe war es, die Faulen und diejenigen, die das Ruhegebot in den 12 rauhen Nächten nicht einhielten, zu bestrafen. Damit sich die Bürger noch besinnen,, zog Knecht Ruprecht warnend vor dem Heer voran. Frau Holle selbst belohnte die braven Thüringer mit Tannenzapfen, die sie in den Flur warf. Am nächsten Tag sollen es goldene Zapfen gewesen sein. Diese Sage gibt es in vielen Varianten, so kann z.B. auch ein wildes Heer verstorbener Seelen die Vorhut gewesen sein. Frau Holle hätte insbesondere brave Spinnerinnen belohnt. Die wilden Hunde sollen jede angefangene Arbeit, besonders Wäsche, die noch auf der Leine war, kaputt gebissen haben. Von daher stammt der Brauch, zwischen den 12 Nächten vom 25.12. bis 6.1. keine Wäsche auf der Leine zu belassen. Und der böse“ Knecht Ruprecht, der Kinder, früher auch Erwachsene, schlägt, nimmt mit dieser Handlung eine rituelle Reinigung vor, die böse Geister vertrieb und Glück, Gesundheit und Fruchtbarkeit schenkte.
Der Weihnachtsmann ist jüngerer Natur. Im 19. Jahrhundert hat die Firma Coca Cola einen Journalisten beauftragt, nach einem Weihnachtsritual zu suchen. Dieser schauten sich im alten Europa um und fand u.a. Knecht Ruprecht im braunen Mantel und den heiligen Nikolaus im Bischofsornat. Inspiriert zeichnete er ein Bild von einem prächtigen, rot bekleideten älteren Herrn (soll ein Angestellter der Firma Coca Cola gewesen sein). So war der Weihnachtsmann geboren, der bald nach Europa zurückkehrte und von den Kindern am 24.12. freudig erwartet wird.
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