Wenn Ratte Rainer erzählt (Naturkundemuseum)

...über das Leben in der Arche Noah, dann gibt es für Groß und Klein viel Interessantes zu hören. Zu sehen gibt es ebenfalls sehr viel.

Ganz zentral in der Ausstellung steht eine 350 Jahre alte und 14 Meter hohe Eiche. Sie "führt" durch alle Etagen des Hauses.

Im Erdgeschoss, sozusagen an den Wurzeln der Eiche, gibt es Gesteine und Versteinerungen aus dem Muschelkalk zu bewundern. In einer Schauvitrine fischen gerade zwei Saurier. Einer davon erinnert ein wenig an ein Krokodil.
Das Leben im Thüringer Wald wird in der 1. Etage veranschaulicht. Leben im Eichen-, Buchen- oder Laubmischwald.

Offenland heißt das Thema in der 2. Etage. Die Wälder wurden zum Teil von Menschen gerodet. Aber auch hier leben Tiere; am Weiher, auf Feldern und auf verbliebenen Waldinseln. Fuchs und Hase, Reh und Wildschwein, Enten und Vögel sind es, die uns in der dörflichen Region begegnen.

Die 3. Etage ist der Stadt gewidmet. Ein spezieller Lebensraum für Mensch und Tier. Ob es nun die geliebten Vierbeiner wie Hund und Katze oder die geliebten geflügelten Freunde wie Schwalben, Tauben, Sperlinge und Amsel, Drossel, Fink und Star sind, die Natur ist nicht totzukriegen. In Müll und Abfällen leben Mäuse und Ratten. Auch wenn diese eher unerwünscht sind, sie gehören dazu.

Für Kinder besonders sehenswert ist die Arche Noah im Keller des Hauses. Die Arche bevölkern Tiere aus aller Welt. Raubtiere leben friedlich mit ihren ehemaligen Beutetieren zusammen. Spannend ist es, weil nicht alle Tiere die rettenden Schiffsplanken erreichen. Die Arche schwankt bedenklich; wie viele Tiere erreichen sie noch?
Unter der Schiffsbrücke wartet Ratte Rainer. Sie will mit den Kindern ins Gespräch kommen. Auf ungewöhnliche Weise werden hier die Besucher an ihre Verantwortung für die Natur erinnert. All diese sehr naturgetreu wirkenden Tiere sind Glanzleistungen der Präparatoren.

Das Naturkundemuseum erhielt bereits mehrere Preise. Geöffnet ist es Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Mit dem Familienpass ist der Eintritt kostenlos.

Als ich dort zum Sonntags-Besuch war, standen mindestens acht Kinderwagen im Eingangsbereich. Die jungen Eltern waren mit ihren Babys unterwegs. Da treffen Menschenkinder auf Jungtiere; das ist die Zukunft!

Ab 25. Februar 2011 wird anlässlich des 100. Geburtstages von Otto Knöpfer eine Sonderausstellung eröffnet. Von ihm werden Zeichnungen und Skizzen zu heimischen Pflanzen und Kräutern vorgestellt. Aber es gibt da auch noch mehr zu entdecken, z. B. die Mineraliensammlung Schwerthelm.

Leider konnte ich nicht überallhin. Wer wie ich im Rollstuhl sitzt, darf aber den Dienstfahrstuhl benutzen.
Wir warten jetzt alle auf den Frühling. Doch wenn das Wetter wieder mal ungemütlich sein sollte, empfehle ich allen Bürgerinnen und Bürgern, mal in die Arche Noah reinzuschauen!
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1 Kommentar
3.004
Gerald Kohl aus Erfurt | 01.03.2011 | 23:49  
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