Wenn Thüringer reisen

Blick vom Hotel zum Mittelmeer bei Sonnenuntergang
 
Ertan gibt Ratschläge für den Spaziergang durch die Altstadt von Antalya
Alanya (Türkei): Hotel | dann kannste was erleben.

Am 18. November 2011 starteten vom Flughafen Erfurt – Weimar vorwiegend Thüringer, ein paar Hessen und auch einige Franken mit dem Flieger in Richtung Antalya / Türkei. Eingeladen hatten große, namhafte Handelsunternehmen, zu den sogenannten guten Kunden wir offensichtlich zählen.
Ausnahmsweise sei das Fazit einmal vorweggenommen: Es war phantastisch!!!

Nein, eine Erholungsreise war das nicht. Aber die Reise hätte es sein können. Wir, das heißt, unsere Reisegruppe haben uns für einen Bildungsurlaub entschieden. Und das war gut so. Mit welcher Herzlichkeit, mit welch umfangreichen, beeindruckendem Wissen unser Reiseleiter Ertan in einem nahezu akzentfreien Deutsch uns die Historie, Geographie, Landschaft, Botanik, Anthropologie, Lebensweise, Politik et cetera nahe gebracht hat, ist nicht zu beschreiben. Das muss man erleben. Ich glaube, wir hatten den besten Reiseführer der Türkei.

Ich will hier keine Reisebeschreibung abliefern, nur so viel. Antalya, als eine Hochburg des türkischen Tourismus, ist eine Reise wert. Selbst jetzt im November blühen die Blumen. Einige, ich denke da an Charlo, gingen auch im Mittelmeer baden.

Was hat mich besonders beeindruckt? Da kommen in einer Reisegruppe ca. 30 Personen aus den oben genannten Bundesländern zusammen. Menschen unterschiedlicher Coleur; Geschäftsleute, Werbefachfrau, Verkäufer, Montagearbeiter, Rentner, ... Es hat nur ein paar Stunden gedauert und wir waren eine Gemeinschaft. Ausnahmslos jeder hat bei Bedarf dem anderen geholfen. Der Bus mit unserem lieben Kraftfahrer Serkan (das Kuss-Monster, Spaßname von Ertan) wäre nie losgefahren, wenn eine Person gefehlt hätte. Bei den Mahlzeiten saßen wir, so dass möglich war, zusammen. Und abends an der Bar sowieso. Wir haben die vielen Ausflüge ausgewertet, aber auch über persönliches aus unserer deutschen Heimat die Gedanken ausgetauscht. So sind etliche persönliche Freundschaften entstanden. Ist das nicht prächtig; alles in einer Woche. Ich selbst werde wohl die ruhige Weihnachtszeit brauchen, um wirklich alle Eindrücke verarbeiten zu können.

Meine Partnerin und ich haben auch Freundschaften geschlossen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Brigitte und ihrem Ernst, den begnadeten Jäger aus der Nähe von Rudolstadt. Der Weihnachtsbraten und eigener Bienenhonig ist gesichert. Zwischen dem Unternehmer Charlo und mir ist nicht nur eine Freundschaft entstanden, es könnte durchaus auch geschäftliche Kontakte geben. Auf Letzteres kommt es aber nicht an. Wichtig war und ist, dass sich fremde Menschen, wenn sie denn Kultur und Anstand haben, sich sehr schnell zu einem „TEAM“ zusammenfinden können. So sollte unser Alltag hier in unserem schönen Deutschland möglichst auch gestaltet werden. Dann wäre trotz harter Realität für den einen oder anderen das Leben erträglicher. Ein wenig Solidarität darf also sein.

Noch einmal zurück zu den Türken bzw. der Türkei. Beim Besuch der Stadt Alanya erfuhren wir, dass dort ca. 8.000 Deutsche sich seit fast 15 Jahren niedergelassen haben. Sie haben Land erworben, kleine Betriebe, Gaststätten, Handelseinrichtungen et cetera aufgebaut und leben sehr gut in der Türkei. Fast 90% dieser Einwanderer sprechen kein türkisch; nach 15 Jahren!!! Das sollte uns doch auch zu denken geben.
Die moderne Türkei, und die Urlauberhochburgen gehören dazu, ist sehr europäisch. Wir Deutschen werden dort mit einer hohen Wertschätzung und großer Freundlichkeit empfangen. So wünsche ich mir im beiderseitigen Einvernehmen auch das Zusammenleben mit unseren türkischstämmigen Landsleuten. Ich bin mir aber sicher, das wird noch. Auch wir Deutschen können dafür etwas tun; Wertschätzung und Freundlichkeit.

Summa summarum, die Türkei ist eine Reise wert.

Aus der Blumen- und Sportstadt Erfurt

Ihr BürgerReporter

Jörg Hoffmann
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