Wie Mann den Frauentag verschönen kann

Wieder ein Ereignis, welches mich aktiviert. War der „Internationale Frauentag“ nicht eine Erfindung der DDR, höre ich noch eine Kollegin der Finanzabteilung in Kassel fragen? Nein, war schon vor dem ersten Weltkrieg international festgelegt. Ließ man da in der DDR nicht die Frauen hochleben an dem einen Tag im Jahr? Nein, wenngleich es genügend Männer geben mag, welche diesen Tag als den einzigen und herausragenden der Anerkennung der Frau begingen und auch heute noch so begehen.

Für mich war es in der Schulzeit der Tag, an dem ich meiner Freundin besonders meine Zuneigung zeigen wollte und konnte. Fand es gut, dass in diesen Tag alle Mädchen und Frauen einbegriffen sind. Der Muttertag ist für diese auch ein ehrwürdiger Tag. Aber wer (noch) keine Mutter werden kann oder will ist da nicht mit bedacht.

Später wurde es für mich eine Würdigung dieses Internationalen Frauentages – also natürlich der Frauen – durch Blumen für die unmittelbaren Arbeitskolleginnen. Auch in Kassel behielt ich das bei. Dass ich damit immer schneller und mit besseren Blumen bestückt war als der austeilende Betriebsratsvorsitzende, ließ mich schmunzeln - diesen aber verärgerte es sehr.
Einmal war er vor mir da – doch es war ein Tag zu früh. Als ich ihn darauf hinwies, meinte er: Morgen habe ich keine Zeit und heute geht es ja auch – ist doch im Grunde egal! Nun, da war ich sprachlos.

Dieses Jahr – wie jedes Jahr – habe ich am 08. März vor jede Wohnungstür in unserem Haus so viele Nelken gestellt, wie dahinter Mädchen und Frauen wohnen. Das ist meine dritte und letzte Aktion dieser Art. (Erst zum Nikolaus wird es wieder mit dem Nikolauszopf beginnen.)
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Vielleicht noch ein „Blumenbrauch meinerseits“: Wenn ich zu einem überschaubaren Geburtstag eingeladen bin und mit Blumenstrauß komme, dann bemühe ich mich immer, zu erfahren, wie viele Frauen und Mädchen noch an dieser Feier teilnehmen. Denn jeder möchte ich auch wenigstens eine Blume geben. Erstens sind sie überrascht und zweitens sind diese dann eine umso mehr strahlende Geburtstagsbereicherung.
Ist das nicht übertrieben? Kann sein – für mich aber eben nicht.
Allerdings „verderbe“ ich so die Norm – doch damit kann ich leben.

Und noch eine Empfehlung für Geburtstage: Gerade zu runden Geburtstagen ist die Anzahl der Sträuße oft nicht zu übersehen, weiß danach schließlich niemand mehr so recht, welcher Strauß von wem geschenkt wurde. In diesem Fall ist mein Geschenk eine Blume zu einer Blumenkarte, auf der die Glückwünsche stehen und auch, dass mein Strauß in 14 Tagen folgen wird. Zuerst Verwunderung und zweifelndes Lächeln. Wenn nach 14 Tagen aber alle Blumengeschenke verwelkt sind, verlängert (m)ein noch so kleiner Blumenstrauß die Geburtstagsfreude. Und mit Sicherheit wird man sich dieses Geschenks länger erinnern und es genau zuordnen können!
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Manuela Deutschland aus Sömmerda | 08.03.2011 | 20:51  
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