Winter in Willroda

Am Karfreitag 1994 war ich erstmals mit Friedensfreunden auf dem Gelände des Willrodaer Forsthauses. Es war Ostermarsch-Zeit, mit Essen, Eiersuchen und Andacht in der kleinen historischen Kapelle. Das Marienbild, das einst auf dem Altar stand, ist heute in der Hochheimer Kapelle zu finden.
Damals konnten wir auch noch das nahe Bundeswehrgelände einsehen. Jetzt hat die Bundeswehr die alten Wanderwege abgesperrt. Das heißt, sie sind leider nicht mehr begehbar.

Diesmal ist es die Wald-Weihnacht, die ich auf dem weitläufigen Gelände besuche. Es hat sich viel getan; der Förderverein war in Sachen Renovierung sehr rege.
Von den Sanitäranlagen führt eine Rollstuhlauffahrt zum Parterre ins historische Forsthaus. Da die Tür verschlossen war, blieb mir der Rest verborgen, leider auch das Wandgemälde. Eine zeitgenössische Jagddarstellung von Rudolf Christian Zöllner (Hofmaler).

Ob Tannenbäume, Mistelsträuße, Lebkuchenhäuschen, Zimtsterne, Wachskerzen, Gestricktes, Gebasteltes, Holzspielzeug sowie Kerzenhalter – es konnte sehr viel erworben werden.
Die Grundschule Otto Lilienthal hatte eine Bastelstraße im Vortragsraum aufgebaut. Nicht nur Kleine sondern auch Große durften mitmachen. Eine sehr gute Bastelidee war der Schneemann mit einem Lieblingsbonbon im Bauch. Die Erzieherin Frau Görges und ihre Kolleginnen gaben sich sehr viel Mühe. Geduldig wurde alles gezeigt, auch mehrmals. Ungeschickt wie ich bin, kriege ich den Fröbelstern immer noch nicht hin. Da muss ich es mir zum nächsten Advent nochmals zeigen lassen.
Besonders beliebt sind die Brote aus dem historischen Stein-Backofen. Meine Namensvetterin, Revierförsterin Uta Krispin, ist für das prasselnde Feuer zuständig, damit Brote entstehen können.
Diese Brote werden in erster Linie für Mitglieder des Fördervereins gebacken. Auf die Frage, ob auch ein Normalsterblicher ein Brot bekommen könnte, hieß es immer: „Wenn etwas übrig bleibt.“ Der Fall tritt aber nie ein, so mussten wir uns mit dem durchaus interessanten Zuschauen begnügen.
Romantisches Feuer erwartete den Besucher gleich hinter dem Eingang. Da standen Holzstämme, die von innen brannten, gewissermaßen leuchtende, hölzerne Fackeln. Mit der Wild-Bratwurst im Mund, Glühwein oder Zimtsternen in der Hand, standen die Leute drum herum. Weihnachtsmusik versetzte alle in die richtige Stimmung.

Nun ist es schon Ende Januar und die Schonzeit beginnt. Bis etwa Anfang Mai wird es keinen Wildbraten zu kaufen geben. Wer noch nicht zugriff, muss nun lange warten. Aber man kann sich mit Wild-Kochkursen, die das Forstamt und die Ernst-Benary-Schule ausrichten, auf künftige Genüsse vorbereiten.

Ausgewählte Termine 2014

Sonntag, 23.02.14, 11 Uhr, Konzert im Jagdsaal
Sonntag, 27.04.14, 10 Uhr, Bärlauchfest
Sonntag, 25.05.14, 10 Uhr, Maibock
Sonntag, 29.06.14, 14 Uhr, Konzert der Erfurter Chöre
Sonntag, 28.09.14, 10 Uhr, Streuobstwiesenfest
Sonntag, 27.10.14, 14 Uhr, Gottesdienst zu Erntedank
Samstag, 13.12., und Sonntag, 14.12.14, Waldweihnacht 2014
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