Worte zum Sonntag - 7. August: "Über den Triumph des Lebens"

Wir sehen sie entlang der Landstraßen. Sie erinnern an Tote. Straßenkreuze sind für Freunde und Verwandte Orte stillen Gedenkens. Das zeigen frische Blumen, kleine Kerzen, letzte Karten. Für andere sind diese Wegzeichen deutliche Mahnungen. Straßenkreuze stehen für durchkreuzte Lebenspläne und oft viel zu frühes Sterben. Trauerkarten und Todesanzeigen zeigen das Kreuz und damit den Tod.

Christen hatten die Sache mit dem Kreuz ursprünglich anders verstanden. In der Gewissheit der Auferstehung hatten sie Toten das Kreuz mitgegeben oder auf das Grab gestellt. Das Kreuz nicht als Zeichen des Todes, sondern als Triumph des Lebens. Es erinnert an Jesu Leiden, der mit seinem Sterben dem Tod den Rest gegeben hat. Die Bibel rechnet mit dem Feind des Lebens ab: "Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15,55).

Das ist kein billiger Trost für Schwache, sondern ein starker Zuspruch für alle Menschen. Die Botschaft vom Kreuz ist eine gute Nachricht für jeden. Im Glauben an Christus können wir mitten in dieser Welt ein Leben beginnen, das mit dem Sterben nicht zu Ende geht. Selbst wer viel zu früh sein Leben verloren hat, gehört nicht zu den Verlierern des Lebens. Das ist die lebendige Hoffnung der Christen. Jedes Kreuz auf einem Grabhügel, jedes Kreuz am Straßenrand will auch ein Zeichen des Lebens sein.

Gesegnete Zeit.
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1 Kommentar
meinanzeiger .de aus Erfurt | 11.08.2011 | 11:12  
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