Worte zum Sonntag: Leuchtendes Ährengold

Hochsommer. Jahr für Jahr zeigt sich ein Wunder vor unseren Augen: Weizenund Roggenfelder wachsen und reifen. Die vergangenen Sonnenwochen haben dem Korn Farbe gegeben. Goldgelb ruhen die Felder. Schwer neigen sich die Ähren. Vielerorts kündigt sich eine gute Ernte an. Einige Schläge sind schon gemäht. Viel Sorgfalt und manche Handgriffe sind nötig bis Brot und Brötchen auf den Tisch kommen. Nur wenige Leute können sich an Notjahre und Hunger erinnern. Generationen sind in Zeiten voller Läden und Supermärkte aufgewachsen. Inzwischen plagt uns weniger der Mangel, sondern die Qual der Wahl am Regal. Da bleibt kaum Zeit für Dankgebete. Allwöchentlich am Freitagabend beginnt mit dem Segenswort über Wein und Brot der Sabbat, der Ruhetag nach biblischer Zählung. Jüdische Familien beten im "Kiddusch" und bekennen: "Gelobt seist du Ewiger, unser Gott, König der Welt, der du Brot aus der Erde hervorbringst." Solche Gedanken finden sich auch in christlichen Gebeten. Da verbinden sich das Staunen, der Dank und die Erkenntnis, dass das Ährengold eine Gabe Gottes ist. Münzgold und Papiergeld können wir nicht essen. Lassen wir uns dankbar den Blick weiten: "Du feuchtest die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst." (Psalm 104,13-14).
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