Zu Pfingsten ins Schloss: Thüringer Schlössertage in zwölf Burgen & Schlössern

Kammerzofe Wilhelmine Regine Catterfeld (dargestellt von Stefanie Kretschmann) vom Schloss Friedenstein freut sich auf die Thüringer Schlössertage.

Thüringer Schlösser öffnen ihre Türen, am Pfingstwochenende finden zum ersten Mal die Thüringer Schlössertage statt.

Kammerzofe Wilhelmine wirbelt dienstbeflissen mit dem Staubwedel umher. Kein einziges Stäubchen entgeht ihrem kritischen Sauberfrau-Blick. Auch das feine Porzellan muss noch einmal auf Hochglanz gebracht werden. Schließlich kommen bald viele Gäste. Schloss Friedenstein rüstet sich. Und mit ihm elf weitere Burgen und Schlösser im Land.


Am langen Pfingstwochenende, vom 6. bis zum 9. Juni, zeigen sich die einstigen Fürstenresidenzen von einer so noch nie erlebten Seite: Sie präsentieren sich und ihre Schätze bei den ersten Thüringer Schlössertagen.

Kleines Thüringen - viele Schlösser


“Thüringen hat eine reiche Schlösserlandschaft vorzuweisen, nirgendwo liegen sie dichter beisammen als hier“, weiß Marco Karthe von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. 168 Schlösser und Burgen zählt der Freistaat, 60 davon sind Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, andere befinden sich in städtischer Hand oder bei Stiftungen. Nun ist es also Zeit, die leuchtende Pracht der Thüringer Fürstenhöfe mehr als bisher in den Blickpunkt zu rücken.

Lebenslust und Tafelfreuden


Die von der Stiftung Schloss Friedenstein initiierten und unter dem Dach der „Schatzkammer Thüringens“ stattfindenden Thüringer Schlössertage sind eine wunderbare Möglichkeit dazu. Sie stehen unter dem Motto „Aufgetischt! Lebenslust und Tafelfreuden“ und locken mit spannenden Führungen, Konzerten, lehrreichen Vorträgen und unterhaltsamen Veranstaltungen. Vor allem aber stehen kulinarische Genüsse und Tischsitten von anno dazumals im Mittelpunkt, höfische Fest- und Trinkkultur erlebt an diesen drei Tagen eine Renaissance. Dabei gibt es Köstlichkeiten aus Schlossküchen, Galadiners, Erlebnisführungen, Thüringens längste Festtafel und anderes Appetitliches mehr.

Eröffnung in Gotha


Eröffnet werden die Schlössertage im Schloss Friedenstein, im dortigen Schlosspark wird am Sonntag ein riesiges herzogliches Picknick veranstaltet. Schloss Elisabethenburg in Meiningen lädt ein, ein nachgekochtes Galadiner vom 15. März 1891 zu genießen, im Residenzschloss Altenburg darf man ein Zuckerbankett bestaunen, im Stadtschloss Weimar wird im Gentzschen Treppenhaus ein festliches Menü serviert. „Es sind bei allen Beteiligten wunderbare Ideen entstanden. Wir haben Veranstaltungen dabei, die es nur an den Schlössertagen und so nie wieder so geben wird“, betont Marco Karthe die Exklusivität vieler Angebote.

Immer zu Pfingsten


Die Thüringer Schlössertage sollen keine einmalige Angelegenheit bleiben und immer zu Pfingsten stattfinden. Wenn sie gut ankommen, werden sich im nächsten und übernächsten Jahr - für diesen Zeitraum ist die Finanzierung dank diverser Fördermittel bereits gesichert - sicher noch mehr Schlösser daran beteiligen. Allerdings wird es schon jetzt schwer, jedem der zwölf fürstlichen Teilnehmer einen Besuch abzustatten.

Weitere Infos:


Informationen zum gesamten Programm gibt es im Internet: www.schloessertage.de. Die teilnehmenden Schlösser, Burgen und Museen können an den Schlössertagen zum ermäßigten Eintrittspreis besucht werden.
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 08.06.2014 | 16:23  
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