Andrea kam, kochte und siegte

Andrea Bauer liebt es, zu kochen und zu kreieren. Unter den Auzubildenden ist sie die Beste, im Herbst geht sie bei den Deutschen Meisterschaften an den Start.
  ause Bauer erst einmal genug. „Ich glaube, meine Eltern können keinen Nachtisch mehr sehen“, fürchtet Andrea Bauer ­lachend. Die 22-Jährige hatte sich selbst auferlegte Hausaufgaben mitgenommen: ein Dessert zu kreieren. Schließlich wollte sie das noch unbedingt üben, bevor sie bei den Thüringer Jugendmeisterschaften der Koch-Azubis an den Start gehen würde. „Desserts sind nicht so richtig meins“, gibt sie zu und erzählt, dass sie viel lieber kocht oder feine Buffets herrichtet.

Vier Gänge für acht Leute


Der Eifer hat sich gelohnt: Die Auszubildende im dritten Lehrjahr kam, kochte und siegte. Stolz darf sie sich jetzt Thüringer Jugendmeisterin unter den Koch-Azubis nennen. „Es war ganz schön stressig“, gibt sie zu, wenn sie an den Wettbewerb denkt. Erst die Theorie, dann die Praxis. Aus einem vorgegebenen Warenkorb ziemlich spontan ein Vier-Gänge-Menü für acht Mann zu zaubern, hat es in sich. Da muss alles stimmen und zur richtigen Zeit fertig sein. Eine strahlende Andrea ist in ihren Ausbildungsbetrieb zurückgekehrt. Bei CCS, der Catering, Consulting und Service GmbH, freut man sich mit ihr. „Ich habe hier tolle Kollegen und staune immer wieder, was die alles so Tolles können“, zollt sie dem Können der erfahrenen Köche Tribut. Gern sieht sie zu, fragt nach, lernt immer wieder Neues. Abgucken erwünscht.

Wenn Andrea aus den Zutaten köstliche Gerichte zaubert, wenn sie selbst kreativ ist und sich an neuen Dekorationen ausprobiert, ist sie in ihrem Element. „Aus den verschiedenen Rohstoffen und Zutaten lässt sich so viel machen“, weiß sie und ist immer wieder fasziniert, wie sich zum Beispiel ein einfaches Stück Hähnchenbrust in eine traumhaft leckere Terrine in Möhrenmantel verwandelt. „Kochen macht einfach Spaß“, bringt es die Kochbegabte auf den Punkt.
Schnell merkte die junge Frau zuvor, dass die erste angefangene Ausbildung nicht die richtige war und sattelte nach einem Kochpraktikum um. Sie wusste, nach ihrem Abitur würde sie nicht gleich wieder die Schulbank für ein Studium drücken wollen. „Ich möchte lieber arbeiten, etwas Handfestes machen, ein Bürojob ist nichts für mich“, sagt Andrea Bauer und ist glücklich, wenn sie kochen darf.

Nun gehts zur Deutschen Meisterschaft


Im Oktober geht sie bei den Deutschen Meisterschaften an den Start, als regionale Siegerin ist sie qualifiziert. Mal sehen, ob die blonde Thüringerin ihren männlichen Kollegen dann auch wieder zeigt, wo der Kochlöffel hängt. Wenn einer sagt, und das tun etliche, Männer würden besser kochen als die Frauen, dann lacht sie darüber. „Männer können nicht besser kochen“, schwört Andrea. Sie seien nur häufiger in den Küchen zu finden. Weil es manchmal eben auch schwer ist, Koch zu sein. Ein aufregender, sehr kreativer Beruf, der aber auch vieles abverlangt. Arbeitszeiten sind nicht familienfreundlich, manchmal ist der Ton etwas rau. Es muss eben alles funktionieren, da ist keine Zeit fürs Drumherumreden. „Zartbesaitet darf man nicht sein“, hat Andrea schnell erfahren. Ihr macht das nichts aus, sie kann sich im Moment keinen schöneren Job vorstellen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige