Ansichtssache: Damit habe ich im Traum nichts zu tun

Offenbar bin ich nicht automatisch ein Traumtyp, nur wenn man von mir träumt. Immer wieder trete ich als Bösewicht in Albträumen auf. (Foto: Sarah Blatt/pixelio.de)

Haben Sie schon einmal eine Abreibung bekommen, weil Ihr Traum-Ich irgendetwas ausgefressen hat? Also mir passiert das immer wieder.

Dann ist meine Frau den ganzen Morgen über schlecht auf mich zu sprechen, weil ich mich extrem danebenbenommen habe, als sie in Morpheus‘ Armen ruhte. Dass ich im wahren Leben nichts verbrochen habe, spielt keine Rolle. Traum-Micha hat’s verbockt. Ich muss es ausbaden.

Oder die Redaktions­kollegen berichten, dass ich sie bis in ihre Albträume verfolge und mit ­unsinnigen ­Arbeitsaufträgen s­chikaniere. Ich möchte noch einmal betonen: Ich schikaniere überhaupt niemanden. Ich bin in neun von zehn Fällen einen Tag am Strand. Ehrlich. Aber meine Traum-Version kann ein richtiger Dreckskerl sein, scheint mir.

Was will mir dies jetzt sagen? Warum bin ich im Unterbewusstsein anderer so bewusst fies? Warum diene ich im Schlaf als Projektionsfläche für Bösewichter? Und muss ich als Realo im echten Leben dafür büßen?

Von wegen! Kommt euch Traum-Micha blöd, zahlt es ihm doch gleich zurück. Mobbt ihn, schlagt ihn, stellt ihn vor Gericht. Mir doch egal! Aber lasst mich da bitte raus. Das ist nur etwas zwischen euch beiden. Ich habe nicht mal im Traum was damit zu tun.
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Petra Wolf aus Gotha | 29.03.2016 | 10:55  
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