Bernd Stelter fordert: Mundwinkel hoch!

(Foto: Agentur / Alte Oper)
„Mundwinkel hoch“ heißt das Programm, mit dem Bernd Stelter am 8. November um 19.30 Uhr in die Alte Oper Erfurt kommt. Wir hatten zuvor Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit dem beliebten Comedian:

Die Mundwinkel der Deutschen hängen kollektiv nach unten, haben Sie festgestellt. Geht es uns also schlecht?

Es geht uns nicht schlecht, wir meinen das nur. Irgendwie sind wir nur dann glücklich, wenn wir so richtig unglücklich sein dürfen. Es wird einfach gern gejammert. Und eine Studie belegt das sogar. Darin steht, dass im Grunde alle Nationen seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg immer zufriedener wurden. Die Holländer, die Skandinavier, sogar die Polen. Nur wir sind mittendrin und jammern.


Ist das ein typisch deutsches Phänomen?

Ja, wir sind die große Ausnahme, eine Insel. Wir belegen in dieser Zufriedenheitsstudie Platz 47, noch hinter Nigeria und Ruanda.


Wie lautet Ihr Rezept gegen hängende Mundwinkel?

Man muss einfach ganz bewusst positiv denken. Sich zum Beispiel abends hinlegen und überlegen: Was habe ich heute Schönes erlebt? Das hat mir mein Papa immer empfohlen. Außerdem sehen wir so viele negative Bilder, die uns nicht etwa zeigen, dass es uns besser geht, sondern wir lassen uns von ihnen herunterziehen...

Hängen Ihre Mundwinkel auch mal nach unten?

Ich ertappe mich schon mal dabei, genau dasselbe zu machen. Man muss einfach mehr daran arbeiten, optimistisch zu sein.


Wie geht das?

Der Mensch denkt in Bildern. Und davon sehen und hören wir tagtäglich so viele, schon allein, wenn wir Fernsehen und Radio einschalten. Da sehen wir, was es alles Schlimmes gibt. Sich davon beeinflussen zu lassen, ist der falsche Weg. Was ja nicht heißt, dass wir uns nicht mehr informieren dürfen. Wir sollten uns einfach mehr Optimismus besorgen.
Ansonsten hätte ich da noch einen Tipp: Kommt in meine Show, schließlich ist Lachen gesund.

Und wenn Sie mal nicht in der Nähe sein können?

Einfach ganz bewusst positive Sachen angucken, schöne Dinge tun. Mit dem Hund rausgehen und das genießen, zusehen, wie Kinder spielen, abends ganz in Ruhe ein Tässchen Tee trinken, eben alles solche Sachen.

Garantieren Sie Ihrem Publikum einen Abend voller Lachen und Optimismus?

Ich denke: Ja! Gerade habe ich den Leuten geraten, wieder mal raus zu gehen, sich etwas Positives zu gönnen. Dazu könnte auch ein Abend in der Alten Oper gehören. Aber im Ernst: Lachen verbessert die Durchblutung, ist sehr gesund. Zwanzig Sekunden lachen entspricht der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern. Das heißt, nach so einem Abend mit mir ist man kalorientechnisch mit dem Deutschlandachter von Koblenz nach Duisburg gebrettert.
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