"...bitte nur atmen!"

Auf der Suche nach MEINEM Arbeitgeber
Recherche nach Unternehmen, „passende“ Stellenanzeige gefunden, Bewerbung schreiben, wenn es gut läuft Vorstellungsgespräch und eine folgende Einstellung im neuen Job.
Und dann? Kennenlernen, Einfinden, Anfreunden, Einarbeiten, Gas geben und nach einigen Wochen läuft alles nach Schema F ab. Plötzlich ist die nette Kollegin gar nicht mehr so nett, der Chef ist nicht mehr anwesend und wenn, dann bin ich unsichtbar für ihn und die Arbeit auf dem Schreibtisch stapelt sich immer höher und der vorher definierte Aufgabenbereich hat auf einmal ganz andere Ausmaße: „Das hatten wir aber beim Einstellungsgespräch besprochen!“ Mein Engagement für die Firma, im Sinne von Mitdenken, Verbesserungsvorschläge unterbreiten, Individualität der eigenen Person entfalten, wird dann in einem „persönlichen Gespräch“ mit dem Chef sofort gestoppt und ist nicht erwünscht. Eigentlich soll ich nur schnell und viel arbeiten. Und atmen.
O.k., weiter machen, durchhalten, dickes Fell zulegen, sich verbiegen, den Frust der Arbeit mit nach Hause nehmen, zunehmend unzufrieden werden und dann?
Recherche nach Unternehmen, „passende Stellenanzeige“ gefunden… Na das hatten wir ja bereits.
Die meisten Mitmenschen sagen jetzt sicher, so ist das nun mal im Leben. Und in unserem Land.
Ich will aber nicht mehr! Nein! In mir wird eine Stimme immer lauter, die sagt, Du verschwendest Dein Leben. Arbeit nimmt so viel Zeit in unserem Leben in Anspruch, ist Grundlage der Existenz. Kann und soll befriedigen und glücklich machen. Jeder weiß sicher, wie es sich nach einem „guten“ und erfolgreichen Arbeitstag anfühlt, wenn man zwar müde aber vollkommen zufrieden mit sich und dem Rest der Welt nach Hause geht und für alles und jeden zugänglich ist.
Ich will diesen Zustand immer erleben und nicht nur in der Anfangsphase eines Beschäftigungsverhältnisses. Ich will lange in, für, mit einem Unternehmen arbeiten und nicht nur die üblichen 1-3 Jahre (ich gebe vorher auf als andere Mitstreiter, da meine Grenze des „Aushaltens“ wahrscheinlich niedriger liegt).
Aber ich habe meine Suche noch nicht aufgegeben, habe mich noch nicht aufgegeben! Ich suche ihn immer noch. MEINEN Arbeitgeber! Er ist kein Konzern, mit unsichtbaren Chefs und nicht enden wollenden Hierarchien. Er ist keine Zeitarbeit, wo Dritte an meiner Arbeitsleistung verdienen, ich anonym bleibe und für die gleiche Arbeit weniger Lohn bekomme, als die Kollegen am Einsatzort. Und er ist kein Einzelunternehmer, der des „schnellen Reichtums“ wegen selbstständig ist, keine Lust hat, für sein Geld zu arbeiten und Mitarbeiterverschleiß betreibt.
MEIN Arbeitgeber weiß meine Fähigkeiten, mein Fachwissen, meine Loyalität, mein Engagement und meine Person zu schätzen. Er sieht mich als Mensch und weiß, dass ARBEIT und LEBEN zusammengehören, sich nicht durch Arbeitszeiten trennen lassen. Gegenseitiger Respekt ist für ihn selbstverständlich.
Ich kann sehr viel! UND alles, was man mich lehrt. Fähigkeiten und Können basieren nicht auf einer dreijährigen Ausbildung oder einem Studium, hier werden nur Grundsteine gelegt. Berufs- und Lebenserfahrung, persönliche Interessen, Familie und Freunde bilden und formen einen Menschen. Und als Frau, Mutter, Freundin, Mitstreiterin bin ich Profi im Planen, Organisieren, Haushalten und Wetteifern.
Ich bin froher Dinge und hoffe, dass mein nächster Artikel über MEINEN Arbeitgeber berichten wird. Und sollte ich ihn trotz aller Bemühungen nicht finden, so finde ich vielleicht Mitstreiter, die mit mir, durch Zusammenlegung verschiedener Fähigkeiten, DAS Unternehmen gründen, mit Energie und Tatendrang und vor allem mit viel Freude!

„Eine Erfolgsformel kann ich Dir nicht geben, aber ich kann Dir sagen, was zum Misserfolg führt: Der Versuch jedem gerecht zu werden.“
Herbert Swope
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