Bob Bales liebt Whisky und inzwischen auch Erfurt

Wann? 04.03.2016 16:00 Uhr bis 06.03.2016 18:00 Uhr

Wo? Palmenhaus, Schlösserstraße 10, 99084 Erfurt DE
Der aus Irland stammende Bob Bales ist Weltbürger, Whiskyliebhaber und Genießer, Musiker, Komponist, Autor und ein bisschen inzwischen auch Thüringer.
 
Bob ist heute in Erfurt zu Hause.
Erfurt: Palmenhaus | Kultur und Genuss sind für ihn eins: Der musikmachende und Whisky liebende Ire Bob Bales ist überall in der Welt und seit fünf Jahren in Erfurt zu Hause und bringt anderen gern seine Art zu leben und zu genießen nahe.


Es ist eher ungewöhnlich für ihn, lange an einem Ort zu sein. Das Studium führt den jungen Bob einst nach Deutschland, er lebt in Warschau, ist mit anderen Musikern in Russland und im Baltikum auf Tournee, verbringt viel kreative Zeit in Österreich, Frankreich, Rumänien. Bob Bales, der gebürtige Ire und Weltenbummler, nickt: "Ich bin überall zu Hause." Dass er inzwischen das fünfte Jahr in Erfurt lebt, ist trotzdem logisch für den Musiker, Kulturmanager und Komponisten. Es sind die Menschen, die ihn hier halten, ihm das Gefühl geben, zu Hause zu sein. Seine Frau vor allem, die Freunde, die ihm so sehr ans Herz gewachsen sind. "Hier gibt es so eine positive Mischung, man kann einfach gut miteinander reden, außerdem ist die Stadt von der Historie her hochinteressant", genießt er nach den vielen Wanderjahren das Gefühl, angekommen zu sein. Es sei ganz gut, eine feste Basis zu haben, fügt er lächelnd hinzu.

Schottengasse klingt nach Heimat


Er erinnert sich noch gut an einen seiner ersten Streifzüge durch die Stadt. Die Schottengasse lässt ihn an die alte Heimat denken, Bob Bales ist der Sohn einer irischen Mutter und eines schottischen Vaters. Bald schon erfährt er, wie die kleine Straße zu ihrem Namen kam. Er bringt die Geschichte sogar auf die Bühne, sein "Marianus Scottus Project" erzählt in Text und Musik von dem Bettelmönch aus Donegal in Nordwest-Irland, der im 11. Jahrhundert nach Deutschland kam und der Urvater aller Schottengemeinden von Erfurt bis nach Wien ist.

Musik begleitet Bob schon seit frühester Kindheit. Er spielt nicht nur verschiedene Instrumente, Bob Bales komponiert auch und schreibt Texte. Er ist der, der die Musik für "Magic of the Dance" kreiert, das kulturelle Rahmenprogramm für Sibiu, im Jahr 2007 Europas Kulturhauptstadt in Rumänien, und für Festivals gestaltet, Künstler betreut, selbst in Bands spielt. Auch ein Buch hat er jetzt geschrieben. Er spielt gern mit der Sprache, mit den Sprachen, sagt er, der vier verschiedene beherrscht. Kultur ist das, was Bob Bales so sehr am Herzen liegt. Sie findet nicht im Museum statt, sie muss gelebt, vermittelt werden, ist seine Überzeugung.

Whisky trinken ist Hochgenuss


Am liebsten aber, gesteht Bob, verbindet er die Kultur mit dem Genuss. Oder besser gesagt Hochgenuss. Denn das ist er für ihn - der Whisky. Ein Genussmittel und ein Anlass, stundenlang zu plaudern. Man müsse natürlich gut mit ihm umgehen können, sagt Bob Bales. Es gehe niemals darum, sich zu betrinken. Die Single-Malt-Genießer, so wie er einer ist, seien wie Weintrinker. Am liebsten in geselliger Runde, lassen sie es sich gutgehen, reden miteinander, philosophieren über Gott und die Welt. Bob, der Ire, kann so viel erzählen. Über den Whisky, seine Geschichte und die Herstellung, seine Aromen, über die ganz besondere Art, ihn zu trinken, über Musik, über die Menschen. Schier unerschöpflich scheint sein Vorrat an Anekdoten. Und einen guten irischen Witz baut er gern einmal in die Unterhaltung ein. Obwohl den die Deutschen nicht immer auf Anhieb verstehen.

Wenn Bob Bales ins Plaudern gerät, wie bei den Whiskyverkostungen oder seiner Whiskymesse, findet er nur schwer ein Ende. Er redet aus dem Bauch heraus, sagt er, da gibt es keine geplanten Vorträge. Er liebt es, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Oft ergeben sich auch für ihn, den Künstler, neue, interessante Sichtweisen, andere Perspektiven. Kommunikation, so sagt er, sei das A und O. "Und dazu einen guten Whisky in der Hand."



Termin:


Tarona Whisky Messe Erfurt, 4. bis 6. März, Palmenhaus Erfurt. "Tarona" ist eine Wortschöpfung, mit diesem Namen verbinden sich zwei wichtige historische Orte Irlands und Schottlands: Tara, der Hochsitz des Königs von Irland und Iona, Sitz der früh-christlichen irischen Mönche in Schottland. Begleitendes Musikprogramm zur Messe: Auftakt-Special: Stepptanzshow "A Touch of Ireland", Donnerstag, 3. März, 20 Uhr, Palmenhaus. Freitag, 4. März: 22 Uhr, Marianus Scottus Project, Esquina del Tango (Saal). Samstag, 5. März: 22 Uhr, Carrantuohill, Esquina del Tango (Saal). Infos: www.tarona.de.


Und hier gibt es Bob Bales zum Hören!
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