Der Mörder ist - der Pfarrer! Autor und Pfarrer Andreas Kolb muss es ja wissen!

Der Pfarrer sorgt sich um seine Schäfchen, sehr intensiv allerdings.
Düsteroda im Thüringer Wald. Idyllisch, beschaulich, ganz normal. So normal allerdings doch wieder nicht. Denn Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich mehr als andere um seine Schäfchen. Mit alttestamentarischer Strenge richtet er über Leben und Tod. Dumm nur, dass sich Kommissar Brückner nun bei ihm einnistet, um einen der Fälle genauer zu untersuchen...
„Pfarrer Pistorius ist mir einfach zugelaufen, beim Herumblödeln mit meiner Frau“, erinnert sich Andreas Kolb an die erste Begegnung mit seiner künftigen Romanfigur. Nach den Sach- und Fachbüchern, die er schreibt, ist die Zeit reif für seinen ersten Kriminalroman.

Einen eher ungewöhn­lichen, weiß der Leser doch von Anfang an, wer hier Hand anlegt, um die Ordnung wieder herzustellen. Das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Auch nicht, dass Pfarrer Pistorius eher ein Mann der klaren, derben Worte ist. „Es geht im Buch eher darum, warum er so geworden ist, wie sich das Ganze entwickelt und wie sich die Beziehung zum Kommissar gestaltet“, sagt Andreas Kolb. Er hat viel Handlung hineingepackt, ein bisschen Mafia, beherzte Dorfbewohner, einen ungläubigen Ermittler, den innerlich zerrissenen, richtenden und genießenden Pfarrer, von dem sich der Leser trotzdem alles andere als abgestoßen fühlt. „Wer gern Gangsterfilme sieht, wird ihn mögen und sagen, er bringt ja nur Leute um, die es auch verdient haben!“

Pseudonym? Besser ist es!



Andreas Kolb lächelt, wenn er das sagt – und hat für sein Buch doch lieber ein Pseudonym gewählt. Denn er ist selbst Pfarrer. In einem kleinen, beschaulichen Ort im Thüringer Wald... „Nein, nein, das ist kein Schlüsselroman, es gibt keinerlei Ähnlichkeiten zum Ort oder zu irgendwelchen Personen“, bekräftigt er und schwört außerdem: „Ich habe keine dunkle Seite in mir!“

Aber manche Menschen, vor allem die Traditionsbehafteten, sinniert er, neigen durchaus dazu, Fantasie und Realität miteinander zu ­vermengen, vor allem, wenn Autor und Bösewicht den selben Beruf haben. „Ein bisschen Respekt habe ich schon vor der Reaktion auf mein Buch, wenn meine Gemeinde davon erfährt“, gesteht der Autor und schwärmt im selben Atemzug von seiner Wahlheimat. Hier sind er und seine Familie zu Hause, die Thüringer hat er längst in sein Herz geschlossen. Auch, wenn sie Fremden gegenüber anfangs eher zurückhaltend sind und manchmal einen wehmütigen Zug in sich tragen. „Aber dann ist die Freundlichkeit groß“, weiß er. Er ist gespannt, ob sie auch seinen Krimi in ihr Herz schließen.

Lesungen:


- Am 17. April um 20 Uhr im Kur- und Lesecafé in Friedrichroda

- am 28. April um 19 Uhr in Ohrdruf im Bestattungsin-
stitut in der Marktstraße 13, als gemeinsame Veranstaltung mit der Buchhandlung am Bachhaus in Ohrdruf
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige