Design by Moritz: 17-jähriger Erfurter tut alles für seinen großen Traum

Moritz ist stolz auf seine "Black & White"-Kollektion und auf Charlotte, zu der sie perfekt passt.
 
Ausgedacht, entworfen und genäht wird zu Hause.

Der 17-jährige Erfurter Gymnasiast Moritz Jahn möchte unbedingt Designer werden. Dazu ist er auf dem besten Weg: Er entwirft und näht eigene Kollektionen und hat im Juli in Berlin seinen großen Tag.



Mode und er sind eins. Da würde nicht einmal die kleinste Nähnadel dazwischenpassen, auch nicht das dünnste Garn. „Das war schon immer so“, erinnert sich Moritz Jahn an die geliebten kindlichen Stunden, in denen er Verkleiden spielte oder es so sehr genoss, beim Fasching das Kostüm zu tragen, das ihm der Papa extra genäht hatte. Sein Sinn für das Schöne und das Auffällige, für Farben, Formen und Stoffe wird mit den Jahren immer intensiver. Mit zwölf, endlich, bekommt er seine erste Nähmaschine. Jetzt kann er das, was ihm ständig durch den Kopf schwirrt an Ideen, greifbar, tragbar machen. Ein Kurs zeigt dem Jungen, wie das mit dem Nähen genau funktioniert. Ein künftiger Designer braucht das nötige Handwerkszeug.


Nichts anderes möchte der inzwischen 17-Jährige werden. Designer. Von der kleinen Tasche ganz am Anfang als sein erstes selbst genähtes Stück und dem dunkelblauen Spitzenkleid, das er für eine Freundin zum Abschlussball nähte, ist Moritz Jahn meilenweit entfernt. Heute entwirft der Kreative eigene Kollektionen. Zu Hause, in seinem Zimmer. Letzten Sommer gab es die erste, seine aktuelle widmet sich dem Thema „Black & White“, für den Sommer bereitet das Ausnahmetalent eine schrill-verrückte, extravagante Berlin-Kollektion vor, danach nimmt sich der junge Erfurter vor, seine Jeans-Kreationen zu präsentieren. „Mal sehen, wie die werden, kurz, dreiviertel lang, mal eine mit nur einem Bein“, überlegt er vor sich hin und lässt alles auf sich zukommen. Inspirationen begegnen ihm überall.

Moriz geht mit wachen, neugierigen Augen durch sein Leben, sieht Bilder und abstrakte Kunst, trifft so sehr viele Leute, verwandelt Eindrücke und Emotionen in seine Mode. Es ist Mode für Frauen, die auch Männer anziehen können und umgekehrt. „Ich trenne das nicht bei jedem Stück so genau, das sind doch alles Menschen“, sagt er. Dass nicht jedes seiner Stücke alltagstauglich ist, findet er normal. Moriz macht schließlich Mode, die auffallen soll.

Eine Kollektion sind 15 Outfits


Zu jeder seiner Kollektionen gehören bis zu 15 verschiedene Outfits, das sind etwa 30 Einzelteile. Manchmal sitzt er dafür bis tief in die Nacht hinein an der Nähmaschine. Zum Leidwesen seiner Mutter, die ihn dann daran erinnern muss, dass einer, der bald Abi machen will, ausgeschlafen sein sollte. Er macht das schon, die Eltern müssen sich nicht sorgen.

Moriz weiß, was er will: Im nächsten Jahr bewirbt er sich in Berlin, um dort Modedesign zu studieren. Er schnuppert dafür immer schon einmal Hauptstadtluft, hat sich in der künftigen Studienstätte umgesehen, mit Dozenten gesprochen. Die bescheinigen dem Thüringer großes Talent. So sieht das auch ein Designer aus Berlin, den Moriz zufällig traf. Der war derart angetan von seinen Entwürfen, dass der junge Hobby-Kreateur im Juli bei einer Veranstaltung unter freiem Himmel am Rande der Fashion Week seine neueste Kollektion vorstellen darf. Vor allem dafür entwirft Moriz also die verrückte, auffällige Berlin-Mode. Für seinen ganz großen Tag.



Noch mehr Moriz:

Im Internet kann jeder Moriz' Weg zu seinem großen Traum verfolgen, er berichtet in seinem Blog www.morizjaan.blogspot.com von seinen Erlebnissen und Inspirationen.
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