Die Zwerge feiern: Kindergarten "Hanseviertel" wird 25 Jahre

Ein Hoch auf das Geburtstagskind. Der Kindergartengeburtstag wird ganz groß gefeiert.
Erfurt: Kindergarten Hanseviertel | Es gab Zeiten, da stand der Kindergarten ziemlich auf der Kippe. „Wir sollten freigezogen werden“, erinnert sich Elvira Puhl. In den Jahren nach der Wende gab es plötzlich nicht genügend Kinder, die Kindergärten waren nicht mehr ausgelastet. „Doch wir haben ganz schön dagegengehalten, uns gewehrt“, strahlt die resolute Kindergartenleiterin.

Und das ist gut so. Seit Jahren schon ist die AWO-Kindereinrichtung „Hanseviertel“ gut besucht, 115 Kinder verbringen hier ihre Tage in sechs Gruppen. Die Großen sind in diesen Wochen als Forscher unterwegs, sie erkunden die Umwelt und fragen, was das Zeug hält. Dabei kommen sie auf die erstaunlichsten Ideen. Überhaupt möchte der Kindergarten mit seinem Konzept mehr und mehr die naturwissenschaftlich-technische Richtung bedienen.

„Eigentlich müssten wir schon eine siebte Gruppe aufmachen, so groß ist die Nachfrage.“, überlegt Elvira Puhl laut und verschiebt die Entscheidung noch ein wenig. Denn erst einmal steht ein anderer Anlass ins Haus: Den Kindergarten gibt es jetzt seit 25 Jahren. Genau so lange leitet die Kindergartenchefin die Geschicke des Hauses, ein weiteres Jubiläum. Eines, um das sie allerdings nicht viel Worte macht.

Wenn am 25. Mai der Kindergartengeburtstag ganz groß gefeiert wird, dann sind sie alle dabei. Die Kinder und Erzieherinnen, Mama, Papa, Oma und Opa. In diesen Monaten sehen sie sich alle öfter im Kindergarten, schließlich haben die Kleinen und Großen das gesamte Jahr zum Feier-Jahr erklärt. Und da ist immer etwas los, beim Frühlingsfest etwa, unter dem Jahreszeitenbaum oder wenn ehemalige Kolleginnen hereinschauen und staunen, was sich hier so alles getan hat.

„Saniert wurde bei uns im Haus allerdings nicht, in all den Jahren“, weist Elvira Puhl auf den Zustand des Gebäudes hin. Aber getan hat sich trotzdem eine Menge. Der Spielplatz, inzwischen mehrfach umgestaltet, ist ein einziger Traum zum Toben und Spielen. Die große Holzeisenbahn, die Matschecke oder der Durchkriechtunnel machen die Qual der Wahl nicht leicht. Im Haus selbst sind die Fensterrahmen neu gestrichen, alles zeigt sich freundlich, hübsch eingerichtet und in frischen Farben.

„Ohne unsere Eltern hätten wir das nicht geschafft“, ist Elvira Puhl überglücklich. Allerdings weiß sie auch, dass die AWO als Träger hier nicht viel investieren kann, das Gebäude gehört einem anderen, und der wird eines Tages darauf bestehen, dass die Kinder ausziehen. Doch daran will erst einmal niemand denken. „Aber so ein schöner Neubau für unseren Kindergarten, das wäre schon etwas“, gerät die Kindergartenleiterin ins Schwärmen. Doch nun wird erst einmal gefeiert...!
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1 Kommentar
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Gerald Kohl aus Erfurt | 25.05.2011 | 23:54  
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