Drei Neudietendorfer Gymnasiasten machen den Klimaschutz zu ihrem Thema

Die klimabewussten, forschenden Gymnasiasten aus Neudietendorf (Maximilian Ullrich, Jonas Rolle und Thomas May) mit ihrem Lehrer Dr. Steffen Möller.
 
Die Jungs außerhalb vom Labor, ohne Kittel.
Neudietendorf: von-Bülow-Gymnasium | Drei Gymnasiasten aus Neudietendorf haben nicht nur mit ihrem Klimaschutz-Projekt einen Sonderpreis bei "Jugend forscht" bekommen, sondern bleiben jetzt weiter am Thema dran. Das beeinflusst sogar ihre Berufswahl.


“Diese Sache hat wirklich Potenzial!“ Dr. Steffen Möller ist stolz auf seine Schüler. Überhaupt, sagt der Lehrer für Biologie, Chemie sowie Naturwissenschaft und Technik, liegen allen am von-Bülow-Gymnasium in Neudietendorf die Themen Umwelt und Klimaschutz sehr am Herzen, zahlreiche Titel und Preise für die Schule sprechen eine beredte Sprache. Das Haus ist Umweltschule, die Schüler bringen immer wieder Wettbewerbspreise nach Hause, haben eine sehr rührige Umweltgruppe, gestalten Konferenzen zu derlei Themen und mehr. In diesem einen Fall aber, wenn er vom Potenzial spricht, meint er Maximilian Ullrich, Thomas May und Jonas Rolle. Drei Elftklässler, die bei „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, einen Sonderpreis für ihr Klimaschutzprojekt erhielten, als einzige Thüringer.

100 Prozent CO2-frei


Ihr Projekt heißt „100% CO2-frei“. Die Grundidee besteht darin, das bei der Verbrennung von fossilen Stoffen entstehende CO2 aufzufangen, mit Hilfe einer Lauge zu binden, damit das Ganze als Carbonat lager- und transportfähig ist und bei Bedarf wieder abgerufen und verwendet werden kann. So lässt sich nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Energie speichern. „Und es funktioniert“, sind Jonas, Max und Thomas für ihr Projekt Feuer und Flamme und stolz, sich durch Regional- und Landeswettbewerb bis hin zum Sonderpreis behauptet zu haben. Monatelang haben die drei mit Unterstützung von Dr. Möller ausprobiert, geforscht und experimentiert, im Schullabor und zu Hause in der Garage mit eigenem Versuchsaufbau.


Zur Belohnung gibt es den Preis, außerdem viel Anerkennung von anderen jungen Forschern, die wie die Neudietendorfer zur Bundesumweltministerin nach Berlin eingeladen wurden. „Klimaschutz ist das brennende Thema heute“, weiß Lehrer Steffen Möller und fügt hinzu: „Wir brauchen junge Leute, die sich engagieren und die bestehenden Probleme lösen.“ Max, Jonas und Thomas könnten zu jenen gehören. Sie haben nämlich entschieden weiterzumachen, die umfangreichen Forschungen zu ihrem Thema fortzuführen. Nun auf höherem Niveau. Längst befassen sie sich nicht mehr nur mit dem Wie, sondern überlegen, wer mit den Ergebnissen etwas anfangen kann, für wen ihre Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden sind.

Den Nachwuchs-Forschern ist ihr Projekt so wichtig, dass sie es zum Thema ihrer Seminarfacharbeit wählten und in den Herbstferien in der Abteilung „Technische Chemie“ der Friedrich-Schiller-Universität daran weiterarbeiten, dort Versuchsreihen durchführen durften. Vom Experimentieren in der Garage sind sie inzwischen weit entfernt. Und vielleicht, eines Tages, gibt es von ihrem Projekt ja einen Prototypen, wird das Ganze wirklich in die Praxis umgesetzt, wagen sie einen hoffnungsvollen, noch weit entfernten Traum.


Beinahe unmerklich hat sich das Forschungsthema Stück für Stück in den Alltag der Jungs geschlichen. Die Berufswünsche der drei haben sich verändert, Max möchte Chemie oder eine andere Naturwissenschaft studieren, Jonas am liebsten Technik oder Maschinenbau, auch für Thomas soll es etwas Technisches sein. Immer mehr denken sie auch außerhalb von Schule und Forschung über Klimaschutz nach. „Es ist schon erschreckend zu erfahren, wie sehr die CO2-Emission zunimmt“, macht sich Jonas jede Menge Gedanken. „Aber es ist nicht zu spät, man kann etwas dagegen tun, kann etwas verändern“, führt Max den Gedanken fort. Und wenn man schon einmal damit beginnt, das Auto öfter stehenzulassen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. „Wir hören nicht auf“, versprechen sie unisono.


Infos:


www.von-buelow-gymnasium.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht


Der bundesweite Wettbewerb "Jugend forscht" hatte 2015 übrigens sein 50. Jubiläum. Hier gibt es Infos dazu:
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