Dreifaches Glück: Leben mit Drillingen

Die Drillinge mit Mama und der großen Schwester
  Halb acht ist die Nacht vorbei, wie immer mit mehreren Unterbrechungen. Mit einem Turbostart beginnt der neue Tag. Jetzt wäre es gut, wenn Doreen Böning drei Paar Arme hätte. Nicht, weil sie ein Kind hat, das quirlig ist wie drei. Die Elxlebenerin ist seit dem 8. Juni 2010 stolze Drillingsmama.

Papa Stefan ist bereits zur Arbeit gefahren, wenn die quirlige Dreierbrigade ihr Recht fordert, auch die große Schwester Lena braucht ­Mamas Zuwendung. „Ein Glück, dass meine Eltern gleich hier wohnen und mir schon morgens helfen“, zeigt sich Doreen Böning erleichtert. Auch die Schwiegereltern sind immer zur Stelle, wenn Mamas Hände wieder einmal zu wenig sind.

Sie alle sind so sehr stolz auf ihre süße Großfamilie.
Fröhlich plappern Zoe, Emma und Lara durcheinander, irgendwie wollen sie immer gleichzeitig reden. Wenn eine traurig ist, funktioniert das mit der schwesterlichen Solidarität übrigens genauso. Und die ersten Zähnchen kommen natürlich auch zur selben Zeit, als hätten sich die Drillinge abgesprochen. Durchwachte Nächte gleich in einem Abwasch, auch gut.

An den Vormittagen in der Woche kommt die Vierfach-Mama kurz zum Aufatmen. Was nicht etwa mit Ausspannen gleichzusetzen ist, sondern eher damit, Hausarbeit einmal in Ruhe erledigen zu können, ohne ständig die Kleinen im Blick zu haben. Und die wollen es gerade besonders wissen, sind mit ihren fast zwei Jahren am liebsten auf sämtlichen Möbeln auf Klettertour. Da muss Doreen Böning jedesmal höllisch aufpassen, drei Paar Augen wären gut.
Doch jetzt gewöhnen sich die Drei erst einmal an den Kindergarten, die Mama ist schließlich studierte Juristin und möchte bald schon mit ihrem Referendariat beginnen. Das haben die Großen so beschlossen. Den Kindern geht es gut dabei, sie lieben ihren Kindergarten, sind wohlbehütet. Zu Hause haben sie eine liebe, große Familie um sich, in der jeder mit zupackt. Selbst ein Ausflug mit allen Kindern ist nur mit Mama und Papa kaum zu bewältigen. Auch in den Urlaub kommt immer noch jemand mit. Vor allem, weil mit schöner Regelmäßigkeit dem Dreierpack beim Autofahren schlecht wird. Frische Sachen mal drei...

So lange die Drillinge noch klein sind, brauchen sie besonders viel Zuwendung, höchste Aufmerksamkeit. Später einmal wird es bestimmt einfacher. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Gera hinunter. Am Wochenende nimmt sich die Familie viel Zeit. Wenn Papa Stefan von der Baustelle kommt, schließlich hat er an dem alten Haus, in das sie alle einmal umziehen wollen, noch eine Menge zu tun. Im großen Familienbett wird gekuschelt, alle zusammen, die Bönings im Glück.

Im fröhlichen Gewusel kann es schon mal passieren, dass die Mama die Namen der Drillinge durcheinanderbringt. „Aber ich meine schon die Richtige“, lacht sie, das passiere nur im Eifer des Gefechts. Verwechseln, schwört sie, würde sie die Mädchen, die für Außenstehende gleich aussehen, nie. Zoe ist die Zarte, Emma ein kleiner Rabauke und Lara die Robuste. Außerdem sind sie alle einen Zentimeter und 500 Gramm auseinander. Zusammen sind die eine geballte Ladung Energie. Und vor allem: dreifaches Glück.
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1 Kommentar
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Mariett Demirelli aus Erfurt | 26.03.2012 | 21:55  
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