Ein Lehrer auf Abwegen! Alexander Fuchs nutzt seine kreative Auszeit zum Bücherschreiben

Eifriger Romanschreiber: Alexander Fuchs.
Lehrer sein und gleichzeitig Bücher schreiben? Das geht nicht, weiß der Gothaer Alexander Fuchs - und füllt seine kreative Lehrer-Auszeit mit dem Schreiben von Romanen. Zehn Stück sind es schon. Und es werden mehr.


Manchmal ist er Marek Ponzio. Dann wieder Abel Seyler. Auch wenn Jerome Le Brag, Erika Hauff, Felix Hofman oder Mary Walden draufsteht, steckt Alexander Fuchs dahinter. Der Gothaer Diplom-Lehrer schreibt unter diversen Pseudonymen. Das mit den vielen Namen macht er „einfach aus Spaß“, das habe sich so ergeben, spricht er über seine ihm lieb gewordene Autoren-Eigenheit. Nur eines der Werke trägt seinen richtigen Namen.


Auf ganze zehn Romane hat es der fleißige Schreiber inzwischen gebracht. Funktioniert das alles nebenbei, zwischen dem letzten Klingelzeichen und der Vorbereitung auf den nächsten Unterrichtstag? „So etwas kann man nicht nebenbei machen“, hat der Kunst- und Deutschlehrer vor ein paar Jahren entschieden, dem Schreiben den Vorzug zu geben. Denn geschlummert hatten die vielen Geschichten schon lange in ihm. Die Figuren in seinen noch nicht geschriebenen Romanen forderten ihren Tribut, nahmen immer mehr Raum in seinen Gedanken ein, wollten endlich zu ihrem Recht kommen. Ganz oder gar nicht – Alexander Fuchs widmet sich ihnen nun ganz.

Faszinierende Historie


Vor allem die historischen Stoffe sind es, die ihn und den Leser in ihren Bann ziehen. Nicht allein die Fakten, sondern die Menschen faszinieren Alexander Fuchs. Die, um die er Geschichten webt, die ganze Romane füllen. Da geht es um Thüringer Landgrafen, um die Königstochter Elisabeth oder einen Kaufmannssohn, der durchaus einiges mit Arnoldi, dem bekannten Gothaer Kaufmann und „Vater des deutschen Versicherungswesens“, gemein hat. Für die Recherche nimmt sich Schriftsteller Fuchs viel Zeit, im Internet ist er mindestens genauso viel unterwegs, wie er Stunden über Stunden in der Forschungsbibliothek verbringt. Sind die Romanhandlungen auch erdacht, so sollen die Fakten doch stimmen. „Der sachliche Hintergrund muss authentisch sein“, formuliert der 55-Jährige einen Anspruch an sich selbst. Dafür bessert er bei den Dialogen etwas nach, macht die altmodische Sprechweise von anno dazumal für heutige Ohren gefälliger.

Spannung & Schurken


Manche seiner Bücher schlagen auch den Bogen in die mehr oder weniger nahe Gegenwart. Da dreht sich eine Geschichte um den Bombenangriff auf Dresden, eine andere um die aktuelle Flüchtlingssituation oder eine dritte um einen Stasi-Offizier, der in gefährliche Machenschaften gerät. „Manchmal geht es auch ziemlich drastisch zu“, gibt Alexander Fuchs zu, dass auch er in seinen Büchern an „Sex & Crime“ nicht vorbeikommt. Spannung muss sein. Selbst, wenn er Schurken erdenken muss, deren Beweggründe er gern auch dem Leser verständlich zu machen versucht. Alles in allem aber, so möchte der schreibende Lehrer betont wissen, sind ihm in den Büchern – wie auch im wirklichen Leben – Themen wie Menschlichkeit und Vergebung, die Suche nach Wahrheit und dem Glück sehr wichtig. Eine humanistische Grundhaltung haben sie alle, seine Romane.


Mit der Veröffentlichung derselben stellt sich der Gothaer ganz der modernen Zeit: Lediglich ein Buch liegt in geduckter Form vor, alle anderen gibt es digital. Keinen Tag gibt es, an dem er nicht schreibt, der Autor hat den Kopf voller Fantasie, Einfälle und neuer Geschichten. Im Moment schreibt er an einem Roman über Prinzessin Luise, auch die nächsten Werke sind schon fast erdacht. Bis zum Jahr 2020, so sein Plan, möchte er noch Romane schreiben. Danach wäre er gern wieder Lehrer. Wenn, ja wenn ihn seine Romanfiguren überhaupt aus ihren Fängen lassen.
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Weitere Infos inklusive ­umfangreicher Leseproben: www.fuchsgotha.de.
Auch für Lesungen steht der Autor gern zur Verfügung.
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