Eltern bitten: Fuß vom Gas!

Dass Kinder auch mal rennen, ist völlig normal. Vor ihrem Kindergarten in der Wendenstraße allerdings müssen sie mächtig aufpassen, nicht aus Versehen auf die Straße zu kommen. Auch das Überqueren wird oft zum Abenteuer, weil sich viele Fahrzeugführer nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit halten.
Es vergeht kein Tag, an dem Sabine Büchner nicht kopfschüttelnd auf die Straße blickt. Immer wieder muss die Kindergarten­leiterin sehen, wie Autofahrer zu schnell durch die Wendenstraße fahren. Dabei ist die Einbahnstraße als Spielstraße gekennzeichnet. Hier dürfen sich Fahrzeuge nur in Schrittgeschwindigkeit bewegen. Doch das tun längst nicht alle.

Ohne Rücksicht auf die Kinder, die hier unterwegs sind, treten viele zu sehr aufs Gaspedal. Rücksichtslose, Geschäftige unter Zeitdruck, Gedankenlose. Neben dem Kindergarten „Fuchs und Elster“ ist eine zweite Kindereinrichtung in der Wenden­straße untergebracht, außerdem befinden sich hier eine Grundschule und eine Gesamtschule. Hunderte Kinder sind ständig unterwegs. Manchmal ist es für sie ziemlich gefährlich, die Straße zu überqueren.

Besorgte Eltern & Erzieher


 „Es gibt jede Menge Schutzbedürftige hier“, weiß Sabine Büchner und ist, wie die Eltern der Kindergartenkinder, sehr besorgt. „Zum Glück ist bisher noch keinem etwas passiert“, zeigt sie sich erleichtert. Von kleineren Schäden einmal abgesehen. "Mir ist vor einem Jahr ein Drängler ins Auto gefahren“, erinnert sich Doreen Kroll an eine unschöne Begegnung vor dem Kindergarten. Sie kann nicht verstehen, dass man sich nicht an die ­Vorschriften hält. Vor allem, wenn es einen triftigen Grund gibt, sie aufzustellen. „Die Polizei­kontrollen in der Straße sind viel zu selten“, findet die junge Mutter.

Hoffen auf Einsicht


Sabine Büchner arbeitet seit 30 Jahren im Kindergarten „Fuchs und Elster“. „Das zu schnelle Fahren hier war schon immer ein Thema“, weiß sie. Doch sind Geschwindigkeits­kontrollen die Lösung? Sollten sie häufiger sein? Beieiner jeden wurden bislang etliche Autofahrer erwischt, die zu rasant unterwegs waren. „Der für den Bereich zuständige Beamte tut schon sein Bestes, spricht Verwarnungen aus, auch schon Fahrverbote und versucht Überzeugungsarbeit zu leisten“, sagt die Kindergartenchefin. Im Kindergarten lernen die Kleinen im Verkehrs­unterricht, wie sie sich auf der Straße verhalten müssen, damit alles gut geht. „Solche Veranstaltungen müssten viel öfter stattfinden, hier darf man nicht an der falschen Stelle sparen“, ist die engagierte Frau überzeugt. Und wenn sich die Autofahrer immer weiter zu schnell durch die Wendenstraße bewegen, sollten sie eben doch ­häufiger kontrolliert werden.

Am liebsten aber ist es den Eltern und Erziehern, das wäre nicht nötig. „Wir wünschen uns einfach ein Einsehen, das wäre für alle das Beste“, hofft Sabine Büchner darauf, dass die Raser den Fuß freiwillig vom Gaspedal nehmen.
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