Geheimtipp für krimiliebende Londonbesucher: Die berühmteste Adresse der Welt

Mal sehen, ob ich das Verbrechen aufklären kann.
 
Netter Empfang
Wen es nach London verschlägt, der kommt an den großen Sehenswürdigkeiten nicht vorbei. Tower und die Tower Bridge, Westminster Abbey, Buckingham Palace, Madame Tussauds, das London Eye und viele andere Anlaufpunkte sind für erlebnishungrige Touristen ein Muss. Doch Krimifreunde sollten unbedingt noch eine andere Adresse auf ihrem Besuchs-Wunschzettel haben: Die Baker Street 221 B.

Sie ist, so sind Kenner überzeugt, die wohl berühmteste Adresse der Welt. Kein Wunder, schließlich soll hier einst der noch viel berühmtere Detektiv Sherlock Holmes residiert haben. Von 1881 bis 1904 hat er in diesem Haus gelebt, heißt es, und gemeinsam mit seinem Freund Dr. Watson so manchem Verbrecher in bravouröser Manier das Handwerk gelegt.

Dass es die Hausnummer 221 B nie gab und Sherlock Holmes ja im Grunde nichts weiter als eine Romanfigur ist, erschüttert den echten Fan nicht im geringsten. Sherlock Holmes lebt, auf jeden Fall in den Herzen seiner Bewunderer. Noch heute kommen in der Baker Street täglich Briefe an, adressiert an den Meister höchstpersönlich und versehen mit der bekannten Adresse.

Doch öffnen wird er sie wohl nicht können, selbst wenn es Sherlock Holmes einst gegeben hätte, wäre es ihm wohl ganz sicher nicht vergönnt gewesen, ein wahrhaft biblisches Alter zu erreichen.

Egal, für uns ist er lebendig. Und dass man in seinem Haus sogar umherspazieren kann, bringt ihn uns noch näher. Das Haus in der Baker Street 221 B ist nämlich ein offizielles Sherlock-Holmes-Museum. Schon vor der Tür wird der Besucher von einem Bobby empfangen, Ordnung muss schließlich sein. Drin ist es so, als seien Holmes und Watson gerade mal kurz ausgeflogen, um wieder ein neues Verbrechen aufzuklären.

In der ersten Etage befindet sich das berühmte Arbeitszimmer mit Blick auf die Baker Street. Unglaublich liebevoll eingerichtet, hier stimmt wirklich jedes Detail, von der Lupe über die zur Verbrechensaufklärung benötigten Chemikalien bis hin zur Violine und den Möbeln aus der viktorianischen Epoche. Sogar der Herr, der ein wachsames Auge auf alles hat, scheint einer anderen Zeit entsprungen. Wenn man ihn nett anlächelt, löst er übrigens sofort das Absperrband und lässt einen in Sherlock Holmes' Sessel Platz nehmen. Ich durfte sogar den Deerstalker, so heißt der Hut, und die Pfeife ausprobieren. Ich war Sherlock Holmes, wenigstens für eine Minute!!!

Ein Spaziergang durch die Etagen ist das reinste Vergnügen. Überall finden sich Dinge wieder, von denen man in den Geschichten gelesen hat. Es sind sogar verschiedene Szenen aus den Büchern mithilfe großer Wachspuppen nachgestellt. Selbst Professort Moriarty bin ich dort begegnet. (Ob das unseren Sherlock so glücklich macht, wage ich allerdings zu bezweifeln, den Besucher möchte er bestimmt lieber nicht in seinem Haus haben...)

Unten im Laden kann man sich dann mit allem eindecken, was ein Sherlock-Holmes-Fan so braucht.

Geöffnet ist übrigens täglich von 9.30 bis 18 Uhr, außer an den Weihnachtsfeiertagen.
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5 Kommentare
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Peer Floeckner aus Erfurt | 19.08.2011 | 13:57  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 23.08.2011 | 11:39  
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Peer Floeckner aus Erfurt | 23.08.2011 | 12:43  
Helke Floeckner aus Erfurt | 23.08.2011 | 16:52  
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Peer Floeckner aus Erfurt | 24.08.2011 | 09:16  
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