Helfer sind immer gefragt: Stefan Heine ist mit I.S.A.R. Germany in den Krisenregionen der Welt zur Stelle

Auf dem Weg zu einem Einsatz. (Foto: Stefan Heine)
 
Mitarbeiter von I.A.S.R. Germany bei einem Bergungseinsatz. (Foto: Stefan Heine)
Erfurt: I.S.A.R. Germany |

Der Thüringer Stefan Heine ist seit dem Wochenende im Erdbebengebiet in Nepal im Eisatz - zu sehen am Sonntag, 26. April 2015, in den Nachrichten. In einem Gespräch erzählt er 2012 von seiner Arbeit bei ISAR Germany.

Eine SMS kann im Leben von Stefan Heine alles von jetzt auf gleich verändern – wenn die Vereinten Nationen der Absender sind. Sehr zeitnah erfährt der Thüringer, wenn weltweit Katastrophensituationen eingetreten sind. Als Mitglied der internationalen Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany kann er innerhalb von Stunden zu einem weltweiten Einsatz gerufen werden. Dann wird aus dem Journalist und Familienvater ein Helfer und Retter in der Not.

„Ich war in Tunesien, der Grenzregion zu Lybien, in einem Flüchtlingslager“, sagt Stefan Heine. „Wir haben medizinische Güter hingeschafft, erste Hilfe geleistet, Kontakte zu den örtlichen Behörden geknüpft, die Vereinten Nationen bei der Bestandsaufnahme unterstützt.“ Von Vorteil waren ihm dabei seine arabischen Sprachkenntnisse. Auch mit Flüchtlingen kam der junge Mann ins Gespräch. „Ich habe viele schlimme Schicksale erlebt. Vor allem Gastarbeiter sind zwischen die Fronten geraten, besaßen keine Papiere und Geld mehr, wurden körperlich misshandelt.“
I.S.A.R. Germany zählt zu den Hilfsorganisationen, die sehr schnell vor Ort sind, die Erstversorgung der Menschen übernehmen – solange bis die großen Hilfsorganisationen mit großer Mannschaft und Ausrüstung anrücken. Da kann auf die Schnelle für die I.S.A.R.-Mitarbeiter auch schon mal ein Platz im Urlaubsflieger gechartert werden.

Insgesamt fünf Thüringer engagieren sich ehrenamtlich bei I.S.A.R. Germany. Sie gehören alle zur Rettungshundestaffel in Marlishausen, bei der Stefan Heine als Rettungshundeführer und Ausbilder tätig ist. Das ständige Training und die Weiterbildung sind sehr wichtig, damit im Ernstfall schnell und richtig gehandelt werden kann. „Auch wenn man nie weiß, was einen erwartet“, sagt Heine schmunzelnd. Die Thüringer waren unter anderem in Pakistan, Indonesien, Haiti oder Tunesien im Einsatz.

Durch die Spezialisierung der Thüringer auf die Suche und Rettung von verschütteten und vermissten Menschen kam der Kontakt zu I.S.A.R. Germany zustande. Anfang Januar wurde in Erfurt die Thüringer Geschäftsstelle gegründet. Von hier aus sollen nun alle Aktivitäten der Hilfsorganisation im Freistaat koordiniert werden. Ansprechpartner ist Stefan Heine. Er möchte gezielt noch mehr Menschen für die aktive Mitarbeit bei I.S.A.R. Germany beigeistern und zum mitmachen animieren. Angesprochen sind vor allem Feuerwehrleute oder Mitarbeiter von Rettungsdiensten. Weiterhin sucht die gemeinnützige Hilfsorganisation auch Unterstützer in Politik und Wirtschaft.

Hintergrund:
• I.S.A.R. Germany (International Search and Rescue) ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation.
• Die Mitglieder leisten ehrenamtliche, internationale Hilfe bei Naturkatastrophen, Unglücksfällen und Hungersnöten.
• I.S.A.R. Germany und das Technisches Hilfswerk (THW) sind die einzigen deutschen Hilfsorganisation, die von den Vereinten Nationen für internationale Einsätze zertifiziert sind.
• Finanziert wird die Arbeit durch Spenden.
• I.S.A.R. Germany, Hauptsitz Duisburg, 0203/39342991
Geschäftsstelle Thüringen: Grummtswiese 22, 99092 Erfurt, Ansprechpartner Stefan Heine, 0361/39610275
• Weitere Informationen: www.isar-germany.de
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