Hingerichteter aus dem Grab verschwunden: Jerusalem steht unter Schock

Gräber auf dem Ölberg in Jerusalem. (Foto: Emanuel Beer)
 
Die Kapelle mit der Grabesgrotte in Jerusalem. (Foto: Emanuel Beer)
Jerusalem (Israel): Grabeskirche |

Schock und Schrecken in Jerusalem. Gerüchte geistern durch die Gassen. Ein vor Tagen Hingerichteter sei aus dem Grab verschwunden. Erste Berichte wurden bestätigt: Das Grab ist leer.

Damit beginnen Fragen und Verdächtigungen. War es ein Auftrag der Priester, um jenen Jesus von Nazareth endgültig verschwinden zu lassen? Er hatte zu Lebzeiten den Tempelkult verurteilt und die Geldgeschäfte angeprangert. Oder haben die Römer als Ordnungsmacht diesen als Aufwiegler Gekreuzigten heimlich verschwinden lassen, damit kein Märtyrergrab andere zum Aufstand anstachelt? Auch ein toter Jesus könnte noch gefährlich sein. Hatten ihm nicht viele in Jerusalem zugejubelt und ihn schon zum König der Juden ausgerufen? Keine Leiche, kein Grab, kein Aufruhr – fertig!

Andererseits gibt es Stimmen, wonach es die Freunde waren, die sich die Leiche gesichert haben. Sind das nicht allesamt Leute aus der Unruhe-Provinz Galiläa? Planen die jetzt die Revolte gegen die Römer? Wird Jerusalem noch während der Feiertage den blutigen Umsturz erleben?

Hintergrund - Jesus von Nazareth


Seit Jahren hatte Jesus von Nazareth, ein Wanderprediger vom Lande, immer wieder Schlagzeilen gemacht. Wundersame Heilungen und bewegende Reden begleiteten seine Auftritte. Er stellte sich zum einfachen Volk, ermutigte zum ehrlichen Umgang miteinander und rief zum Glauben an den lebendigen Gott. Nicht mit Waffen, sondern mit Wahrhaftigkeit wollte er die Welt verändern. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, hatte er oft betont.

Doch waren es wohl solche Sprüche, die von Priestern und Politikern als Machtanspruch verstanden wurden. Dies führte in Abstimmung mit den römischen Behörden und dem Statthalter Pontius Pilatus zum Prozess und zur Hinrichtung am Kreuz. Zur Sicherheit bewachten Soldaten die Grabhöhle.

Worte zum Sonntag: Die Botschaft vom Leben ist kein leeres Wort!


Am Ostermorgen stehen Frauen vor einem leeren Grab in Jerusalem. Sie wollen mit Duftsalben dem Toten die letzte Ehre erweisen. Doch Gott hat Jesus vom Tode erweckt. Jesus ist zu einem neuen Leben auferstanden. Inmitten unserer Welt von Tod und Trauer hat das Leben gesiegt.

Gerade in diesen Tagen wird nicht nur für die unmittelbar Betroffenen diese Hoffnung zum Halt. Nach der Katastrophe in den Alpen leuchten Kerzen gegen das Dunkel. Menschen nehmen sich an die Hand. Fremde umarmen sich in dem Wissen: „Das Wort, das dir hilft, kannst du dir nicht selber sagen“.

Karfreitag und Ostern umarmt Gott die Welt und jeden von uns: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16). Der leidende Jesus am Kreuz hat die Arme weit ausgebreitet. Er kennt unsere Tränen. Der auferstandene Jesus hat die Kraft uns zu tragen. Kein Mensch kann tiefer fallen als in Gottes Hand.

Das sagt uns das leere Grab: Die Botschaft vom Leben ist kein leeres Wort! Keiner hatte die Leiche gestohlen. Nicht die Römer, nicht die Feinde, nicht die Freunde haben sich am Grab vergriffen. Gott hat es getan. Gott hat es wirklich getan: Jesus wurde zum Leben erweckt. Das ist der alte und aktuelle Ostergruß:
ER ist auferstanden! ER ist wahrhaftig auferstanden!
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