Job mit Leidenschaft

Bianca Schuchardt liebt Holz seit Kindesbeinen.
Jetzt ist die Auszubildende im 3. Lehrjahr die Beste ihres Faches.


Bianca, wie kommst du zum Tischlerhandwerk?
„Solang ich denken kann, spielten Holzhandwerk, Kreativität und Erfindergeist eine große Rolle in meiner Familie. Mein Opa war Tischler, der Onkel Zimmerer
und meine Mutter gelernte Bauzeichnerin. Da fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.“


Und du nun Tischlerin?
„Ja. Meine Leidenschaft für kreative Holzarbeiten habe ich schon in frühster Kindheit entdeckt, aber erst viel später, während meines Auslandsjahres in England,
wurde mir bewusst, dass ich mein Hobby doch noch zum Beruf machen sollte.“


Das klingt aber nach ganz anderen Berufsplänen.
„Stimmt. Bis zum Abitur 2011 hatte ich auf ein Lehramtsstudium der Gehörlosenpädagogik hingearbeitet – mit Praktika und sogar einem Gebärdensprachkurs der Volkshochschule. Doch mit dem Besuch der Pädagogischen Hochschule und der Erkenntnis, dass die beruflichen
Aussichten wohl eher schlecht seien, entschied ich mich vorerst für eine längere Auszeit mit einem Monat Segeln und anschließendem Auslandsjahr als Aupair.
Hier merkte ich, dass man keineswegs nur wegen guter Schulnoten Lehrer werden sollte.“


Und wie ging es weiter?
„Anfänglich erschien mir der direkte Beginn eines dualen Studiums der Holz- & Holzwerkstofftechnik in Dresden als der richtige Weg. Doch ohne jegliche
Praxiserfahrung – Werkeln in Opas Werkstatt und Praktika beim Onkel zählten wohl nicht so viel wie gedacht – fand ich durch Zufall mit der Tischlerei
schaldach MÖBELBAU+RAUM in Blankenhain ein passendes Unternehmen. Nach einem Vorstellungsmarathon, Skye- Konferenzen etc. (ich war ja schließlich
noch in England und musste erst einen Flug nach Hause organisieren) wusste ich zumindest eines:
Die Blankenhainer waren am symphatischsten.
Auch hatte ich mich dazu entschieden, doch lieber erstmal eine solide Lehre
als Tischlerin abzuschließen, bevor ich durch das reine Studium nur zum theoretischen Fachidioten ausgebildet würde.“


Jetzt stehst Du kurz vor Deiner Gesellenprüfung. Würdest Du Dich heute wieder so entscheiden?
„Heute kann ich sagen, dass dies – entgegen aller Bedenken meiner Familie – die einzig richtige Entscheidung war. Meine Ausbildung zur Tischlerin macht
mir weiterhin großen Spaß. Außerdem merkte ich schnell, dass es heutzutage keineswegs selbstverständlich ist, dass sich ein Unternehmen individuell um
Azubis kümmert und man von Anfang an in alle Arbeiten mit eingebunden wird. Ich bin froh, das es mich bei der Berufswahl nach Blankenhain verschlagen hat.
Und im Oktober dieses Jahres beginne ich mit Unterstützung meines Ausbildungsbetriebes mein Duales Studium an der Berufsakademie Dresden.“


Was fasziniert Dich an dem Beruf am meisten?
„Das ist die abwechslungsreiche Arbeit an individuellen Kundenaufträgen,
die einen vor immer neue Herausforderungen stellen.
Beim Entwerfen neuer Möbel nach Kundenwunsch kann ich meine Kreativität voll ausleben und mit meinen Ideen begeistern.
Wenn ich dann gemeinsam mit dem Team selbst in der Tischlerwerkstatt
die Entwürfe umgesetzt und diese dann beim Kunden aufgestellt werden, dann ist es
immer wieder ein wahnsinniges Glücksgefühl.
Von A wie Aufmaß bis Z wie Zusammenbau werden professionelle Wohn- und
Arbeitsmöbelwelten geschaffen, an denen der Kunde lange seine Freude hat. Denn, wenn man etwas mit Leidenschaft tut, dann kann das Ergebnis niemals schlecht sein.“


Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
„Meinem Grundsatz – mit Leidenschaft bei der Arbeit zu sein – beizubehalten und weiterhin mit kreativen Ideen und deren handwerklichen Umsetzung für
meinen Ausbildungsbetrieb tätig zu sein.
Zum Wintersemester werde ich deshalb mein duales Studium Holz- und Holzwerkstofftechnik an der BA Dresden aufnehmen und meinem Praxispartner
in Blankenhain hoffentlich mit viel neuem Wissen zur Seite stehen. Ich bin schon jetzt auf neue Herausforderungen gespannt.“

Auszubildende Bianca Schuchardt mit ihrem Chef Thomas
Schaldach. Foto: schaldach MÖBELBAU+RAUM
BürgerReporter
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