Kultobjekt Mini: Ein paar Thüringer pflegen das Kultauto mit ihrem "Miniwahn"

  Magermodel Twiggy hatte einen. Genau wie Peter Sellers, die Beatles und Marius Müller Westernhagen. Enzo Ferrari besaß gleich drei, die Queen ließ sich gern in einem solchen Gefährt umherchauffieren, und Mr. Bean kann man sich ohne ihn gar nicht vorstellen: Den Mini.
Doch wer den knuffigen Kleinwagen in der Vergangenheit ansiedelt, irrt. Bei Christian Anders und ein paar gleichgesinnten Thüringern ist er präsent wie nie. „Der Mini ist ein Auto, das man einfach lieben muss“, bringt er es auf den Punkt. Es ist der Purismus des kleinen Kompakten, der sie alle so fasziniert. Das Aussehen sowieso.

Immer ein Hingucker


Die anderen nicken. Jeder für sich allein ist mit dem Kultobjekt schon ein Hingucker auf der Straße. Sind sie gemeinsam unterwegs, bringen sie regelmäßig Passanten zum Staunen und Fotoapparate-Zücken. Sie nennen sich „Miniwahn“, sind kein Club und kein Verein, sondern einfach eine Spaßgemeinschaft. Einmal im Monat, so etwa, treffen sie sich. Zum Fachsimpeln und Quatschen, vor allem zur Ausfahrt natürlich, zum Basteln und Schrauben. „Bei der Achse muss man schon hinterher sein“, spricht Christian Anders von einer sensiblen Mini-Stelle. Auch die Elektrik will nicht immer so, wie es sich der Fahrer wünscht. Genau wie das eine oder andere Teil an Motor und Getriebe.

Fährt wie ein Go-Kart


„Ich bin froh, dass sich die Jungs so gut auskennen und das meiste selbst reparieren können“, gesteht Anne, seit zwölf Jahren Mini-Besitzerin und an diesem Ausfahrts-Sonntag die einzige Frau in der Fahrerrunde. Genau wie die anderen schwärmt sie von der unglaublich tollen Straßenlage des kleinen Flitzers. Wie ein Go-Kart fahre er sich, sind sich alle einig. Allerdings ist da nicht die Geschwindigkeit wichtig, obwohl mancher Mini schon mal mehr als 180 Stundenkilometer flott unterwegs war. Eher geht es um die Beschleunigung. Und die Kurvenlage. Noch heute schwärmen die Mini-Wahnler von ihrer Rückfahrt vom Kyffhäuser, dort gibt es so herrliche Kurven. Wie gemacht für den Sause-Mini.

Nur zu besonderen Anlässen


Wochentags bleibt das gute Stück meist in der Garage. Fast alle vom Miniwahn fahren im Alltag ein anderes Auto. Der Mini wird geschont, nur zu besonderen Anlässen herausgeholt. Im Sommer haben die Kleinen einiges zu leisten, dann fahren einige der Thüringer mit ihren kultigen Lieblingen zum Internationalen Mini-Meeting nach Großbritannien. Das wird ein Fest, mit Gleichgesinnten, soweit das Auge reicht.

Verstärkung gern gesehen


Ein paar weniger sind es in Thüringen, die den Kult pflegen. Es dürfen gern mehr werden. Wer sich den Spaß-Fahrern anschließen und bei der einen oder anderen Aktivität dabei sein möchte, kann über die www.miniwahn.de mehr erfahren.



Infos rund um den Mini:


• Die Suezkrise 1956, eine Energiekrise mit Auswirkung auf die westliche Welt, gab
den Anstoß dafür, ein kleines, sparsames Auto zu konstruieren.

• Der Mini wurde von 1959 bis 2000 von der Austin Motor Company sowie der Morris Motor Company, später von British Motor Corporation (BMC), British Leyland und Rover beziehungsweise Lizenzpartnern gebaut.

• Insgesamt liefen 5 387 862 Minis vom Band.

• Die Besonderheit der Konstruktion bestand im Quereinbau des Frontmotors, das
Getriebe bildet mit dem Motorblock eine Einheit. Dadurch und wegen der kleinen Räder mit kurzem Karosserieüberhang ließ sich die Fahrzeuglänge auf nur wenig über drei Meter bringen.
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6 Kommentare
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Peer Floeckner aus Erfurt | 04.06.2014 | 09:07  
Helke Floeckner aus Erfurt | 05.06.2014 | 11:16  
Axel Heyder aus Erfurt | 12.06.2014 | 08:29  
Helke Floeckner aus Erfurt | 12.06.2014 | 17:09  
Axel Heyder aus Erfurt | 12.06.2014 | 21:14  
Helke Floeckner aus Erfurt | 16.06.2014 | 14:47  
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