Mein Dorf, mein Leben: "Alles Ehrensache"

Ringo Kraft engagiert sich für sein Dorf.
Das Zelt soll rechtzeitig stehen. Auch, wenn die Kirmes erst am 31. Oktober beginnt. „Ist doch Ehrensache“, lacht Ringo Kraft, danach befragt, ob es ihm etwas ausmache, den Samstag dafür zu opfern. Nein, ein Opfer sei das nicht, die vielen anderen Helfer aus dem Dorf an diesem Vormittag sehen das genauso. „Wir sind eine eingeschworene Truppe“, weiß der 38-Jährige, der als Kirmesvereins-Vorsitzender von Riethnordhausen nie lange um Unterstützung bitten muss. Auf seine Leute kann er sich verlassen. Das ist immer so. Lange schon macht er diesen Ehrenamts-‘Job‘, kam damals als einer der Jüngsten in den Vorstand. Da war er längst beim Fußball dicke da. Als Kind sowieso, bis heute aktiv in der ersten Mannschaft. Und eigentlich wundert es niemanden in Riethnordhausen, dass Ringo Kraft seit Jahren schon Abteilungsleiter für den Bereich Fußball ist. Er macht das eben richtig gut. Seine freundliche, umgängliche Art ist wie geschaffen dafür.

Genauso, wie er im Gemeinderat sitzt und zur Feuerwehr gehört. „Aber da gibt es nur wenige Einsätze, zum Glück“, winkt er ab und ist froh, dass kaum etwas Schlimmes passiert. „So drei bis vier Mal pro Woche bin ich schon in Sachen Vereinsarbeit unterwegs“, gesteht er. Und keine Sekunde davon möchte er missen. Die Familie kennt das nicht anders, sie steht hinter ihm. Zum Glück wohnen ja Eltern und Schwiegereltern auch hier, von denen gibt es viel Unterstützung. Die drei Kinder der Krafts hat auch schon die Vereins- und Fußballleidenschaft gepackt. Nur ganz, ganz selten, lacht er, sei seine Frau ein klein wenig verstimmt, wenn er wieder einmal mehr unterwegs ist. Aber eigentlich zieht sie immer mit, genau wie die anderen.

„Unsere Frauen kümmern sich zum Beispiel um das Programm zur Kirmes.“, erklärt Ringo. Und auch sonst packen sie mit an. Beim neu entstehenden Vereinsheim etwa oder wenn es um die Vorbereitungen fürs Sommerfest geht. „Wir haben hier im Dorf für alles beste Voraussetzungen, von Bürgermeister und Gemeinde gibt es immer tolle Unterstützung“, freut sich Ringo Kraft, dass die Vereine im Ort ein solch hohes Ansehen genießen.

Ganz bestimmt hat er daran einen mächtigen Anteil. Aber das möchte er gar nicht hören, schließlich gibt es genügend zu tun. Ein paar Tage wandern Ringos Gedanken voraus. Am nächsten Mittwoch sind sie wieder unterwegs, die Kirmesgesellschaft zieht von Haus zu Haus und bringt Ständchen. Auch den Neu-Hinzugezogenen am Ölmühlenberg. „Sie sind manchmal noch ein bisschen reserviert“, findet es der Kirmes-Chef schade, dass das mit dem

Zusammenrücken noch nicht ganz geklappt hat. Aber er ist zuversichtlich, das wird schon. Schließlich kann man sich in diesem Ort nur rundum wohlfühlen. Vor allem, weil es hier so viele Menschen gibt, die an einem Strang ziehen. „Es lebt sich wirklich gut in Riethnordhausen, hier passt irgendwie alles“, strahlt Ringo Kraft und weiß: „Ich möchte niemals woanders leben, hier ist mein Zuhause!“.
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