Mr. Griswold von Walschleben: Mario Leicht und sein Weihnachtshaus

Mario Leicht vor seinem Weihnachtshaus
 
Leuchtender Augenschmaus
Walschleben: Weihnachtshaus | Ein bisschen ist er Mr. Griswold von Walschleben: Mario Leicht macht zur Weihnachtszeit sein Haus zum strahlenden Hingucker. Und die Spaziergänger lieben es!


Eine Bushaltestelle gibt es an dieser Stelle nicht. Busse halten trotzdem an. Das kann man sich doch nicht entgehen lassen! Das sagen sich Abend für Abend auch an die fünfzig Spaziergänger, die sich extra auf den Weg in die Bahnhofstraße 6 in Walschleben machen. Mario Leicht verwandelt sein Haus nämlich alle Jahre wieder in ein leuchtendes, glitzerndes, kunterbuntes Weihnachtshaus und bereitet damit vielen Menschen eine strahlende Freude.


Schon von weitem zieht es alle Blicke auf sich, dank Tausender Lämpchen und eines sechs Meter hohen Plastikschneemanns. Beim Näherkommen gibt es dann die liebevollen Details: Eine überdimensionale Schneekugel, der Weihnachtsmann auf dem Dach mit seinen Rentieren, Nikolausstiefel am Zaun und in den Zweigen, ein gewaltiger Engel, der leuchtende Schriftzug, der „Frohe Weihnachten“ wünscht, eine fahrende Eisenbahn, glitzernde Eiszapfen und Schneeflocken, allerlei Figuren, geschmückte oder sich drehende Weihnachtsbäume und natürlich Lichter über Lichter! „Insgesamt sind es wohl so um die 25.000, alles LEDs“, schätzt Mario Leicht die Anzahl seines leuchtenden Deko-Reichtums.

Jedes Jahr kommt etwas dazu


“Schuld“ an allem sei sein Sohn, gibt er lächelnd zu. Für ihn wollte er vor elf Jahren für den damals Achtjährigen das Haus ein bisschen schmücken. Mit einem Lichterschlauch. „Machen wir doch noch ein bisschen mehr“, sagt sich schon im Jahr darauf der Herr Papa, der nebenbei auch ein großer Fan von Filmen wie „Blendende Weihnachten“ oder „Hilfe, es weihnachtet sehr“ ist. Darin spielt eine überdimensionale Weihnachtsdeko eine große Rolle. Vor allem Familie Griswold aus letzterem Film habe es ihm angetan, verrät Mario Leicht. Sobald die Adventszeit naht, wird der Baufinanzierungsmakler also zum kleinen Walschlebener Mr. Griswold. „Jedes Jahr kommt bisschen dazu“ verspricht er, dass noch längst kein Ende seiner Dekorier-Leidenschaft in Sicht ist. Bald schon soll ein kleiner Weihnachtsmann auf dem Dach hin- und herfahren, ganz neu ist auch die Idee mit den Riesensternen, die von einem Beamer kommen. Mehr will er noch nicht verraten.


Damit pünktlich zum ersten Advent das Weihnachtshaus erstrahlt, investiert Mario Leicht 120 Stunden in den Aufbau. Vorher, kurz vor Halloween, schmückt er auch schon ein bisschen. Der Engel, der da noch ein böser ist, verwandelt sich dank der Flügel nun in einen liebreizenden. Dann geht es aufs Dach, das ist immer der schwierigste Teil, aber auch dort soll alles strahlen. Seine Frau nimmt es gelassen, sie kann ihn sowieso nicht davon abhalten. „Ob sie mich für verrückt erklärt? Ach, da antworte ich jetzt mal lieber nicht...“, sagt der Weihnachtsfan augenzwinkernd und wirft nebenbei einen Blick auf seine sechs Quadratmeter große Eisenbahnplatte. Der Zug kommt heute nach ersten Anlaufschwierigkeiten gut voran, auch der Sound stimmt. Mario Leicht freut sich genau so wie die Kinder, die neugierig ihre Nasen über den Zaun strecken. „Als kleiner Junge hatte ich nie eine Modelleisenbahn, da habe ich mir eben jetzt den Traum erfüllt.“


Bis zum 30. Dezember bleibt das Haus der Familie dekoriert, wer es ansehen möchte, ist herzlich willkommen. Ob es wohl zu Ostern auch so bunt geschmückt wird? Mario Leicht schüttelt den Kopf: „Ostern ist langweilig, ich mag den Osterhasen nicht, höchstens in der Pfanne!“

Hinweis:


Walschleben liegt im Kreis Sömmerda, von Erfurt ist es zwölf Kilometer entfernt. Weihnachtshaus befindet sich in der Bahnhofstraße 6.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige