Nina Schäfner aus Erfurt liegen rumänische Straßenhunde am Herzen

Nina mit ihrer Randi
 

An manchen Tagen hat Nina Schäfner mit den Tränen zu kämpfen. Die Bilder im Computer lassen sie nicht los, bohren sich mitten ins Herz, rauben ihr den Schlaf.
Es sind immer neue Bilder von Straßenhunden in Rumänien, armen Kreaturen, die unendlich leiden.

Sie sind dort nichts wert, viele von ihnen sind unterernährt und verwahrlost, wurden misshandelt, weggeworfen, haben schlimme, schmerzhafte Krankheiten. Seit es im vergangenen Jahr gesetzlich erlaubt wurde, diese Hunde zu töten, ist die Situation noch dramatischer. Erbarmungslos werden viele der Tiere umgebracht. Jene, die nicht gleich getötet werden, kommen vielleicht in einen Shelter, einen Unterschlupf. Glück haben sie dort allerdings nicht. Der Shelter bietet nicht einmal das Nötigste, keine Nahrung, keine medizinische Versorgung, keinen Schutz. Nur das Warten auf die Hinrichtung.

Tiere sind ihr schon immer wichtig


Nina Schäfner sieht nicht einfach zu. Dafür sind ihr Tiere viel zu wichtig. Solange sie denken kann. Wenn Nachbarkinder einen Hund finden, bringen sie ihn der netten jungen Frau nebenan. Als sie sieht, dass im Tierheim jede helfende Hand gebraucht wird, krempelt sie die Ärmel hoch und packt an. Das ist mittlerweile 20 Jahre her. Als sie Mitte der 90-er Jahre beruflich umsattelt und in einer Praxis als Tierarzthelferin anfängt, geht für sie ein kleiner Traum in Erfüllung. Nun hat Nina immerzu Tiere um sich, kann ihnen helfen. Doch das genügt der hochmotivierten Tierfreundin nicht. In der Tierarztpraxis schiebt sie es an, dass eine Auffangstation für herrenlose Katzen gegründet wird. Außerdem sammelt sie jahrelang in der Adventszeit Spenden für die Tiere von Obdachlosen, trägt im Jahr 2002 Geld und Sachspenden für die Tiere im Hochwassergebiet zusammen, sammelt Futter und Geld für Katzen, die niemandem gehören. "Schwester Nina", wie sie von allen genannt wurde, brennt für ihre Sache, kann mit ihrem Charme mühelos andere überzeugen, dass die Tiere auf Hilfe angewiesen sind.

Ihr Herz schlägt für die Straßenhunde


Heute arbeitet Nina Schäfner nicht mehr in der Praxis. Nach einem Studium ist sie inzwischen Tierheilpraktikerin und betreibt am Rande der Landeshauptstadt ihre Tierpension. Und sie - die überzeugte Vegetarierein - hört nicht auf, für Tiere zu kämpfen. Für sie schlägt ihr Herz. Ein großes Herz. Vor drei Jahren, als sie zufällig im Internet durch den deutschen Verein "Pfotenhilfe Rumänien" von den Schicksalen der Straßenhunde in Ungarn und Rumänien erfährt, fühlt sie sich bis ins Mark getroffen. Selbst heute versagt ihr die Stimme, wenn sie von den armen Kreaturen dort berichtet. "Natürlich gibt es auch hier bei uns Tiere, die unsere Hilfe brauchen", sagt sie. Doch selbst die Unterbringung in einem deutschen Tierheim sei im Vergleich zur Situation der rumänischen Straßenhunde wie ein 5-Sterne-Hotel.
Nina Schäfner kann nicht einfach zusehen. Natürlich kann es nicht darum gehen, die Hunde von dort hierher zu holen. Obwohl auch das immer wieder vorkommt. Nina selbst hat der rumänischen Hundedame Randi ein neues Zuhause gegeben. Mit ganz viel Liebe und noch viel mehr Geduld hat sie aus dem furchtbar verschreckten Vierbeiner einen Hund gemacht, dem es gut geht und der stolz bellend sein Revier verteidigt.

Gebraucht wird fast alles


Damit ist es für Nina Schäfner längst nicht getan. Hilfe sieht für sie anderes aus, zurücklehnen ist nicht ihr Ding. Deshalb sammelt sie alles, was die rumänischen Hunde - manchmal auch Katzen - brauchen. Futter, Hütten, Decken, Leinen, Verbandsmaterial, Geldspenden. Der Verein HAR, der sich von Österreich und Deutschland aus bemüht, die Situation dieser Tiere zu verbessern, bringt die Spenden direkt dahin, wo sie so dringend benötigt werden. Gerade erst ist eine Fuhre losgeschickt worden, darin waren auch die Spenden enthalten, die Kaufland-Kunden im Thüringen-Park bis März in eine extra aufgestellte Sammelbox gegeben haben. "Ich bin dem Kaufland, den Spendern dort und auch allen meinen Kunden, Bekannten und Freunden sehr dankbar, dass sie die Sache mit ihren Gaben derart unterstützen", strahlt Nina Schäfner und ist ein wenig traurig, dass die Sammelbox dort nicht mehr stehen darf. Vielleicht, so wünscht sie sich, findet sich ja ein anderer Standort.

Es gibt noch so viele Tiere in Rumänien, die Hilfe brauchen. Nina Schäfner lässt nicht locker, sie sammelt weiter. Tierschutz kennt für sie keine (Landes)Grenzen.


Kontakt: Nina Schäfner, 0174/5627303.
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