Null-Energie-Haus wird Regionalsieger – Netzwerk erhält prämiertes Modell für die Energie-Ausstellung

Philipp Droske, Benjamin Schade und Max Wieczorek (18, Gothaer Ernestinum) errangen mit der Unterstützung von BEnZ-Energieberater Andeas Backhaus mit ihrem „Wohnhaus der Zukunft“ den Regionalsieg im Wettbewerb „Jugend forscht“ und stellen das Siegermodell nun dem Netzwerk für Bau und Energie zur Verfügung
Wie sieht das Wohnhaus der Zukunft aus? Reichen die vorhandenen Energieformen aus, um sich bald effizient selbst zu versorgen? Diesen Fragen widmeten sich Philipp Droske, Benjamin Schade und Max Wieczorek seit rund zwei Jahren im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit am Gymnasium Ernestinum. „Die Nachfrage nach Null-Energie- und Passivhäusern ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen“, erläuterten die Schüler ihre Themenfindung. „Der Energiemarkt entwickelt sich aber zur Zeit so rasant, da war es gar nicht so einfach, einen Ansatz zu finden“, gibt Benjamin Schade zu. Nach vielen Diskussionen im Verwandten- und Freundeskreis brachte Energieberater Andreas Backhaus die Physik-Abiturienten mit dem Netzwerk „BEnZ“ in Gotha zusammen. Hier konnten die 18-Jährigen auf die Erfahrungen der Fachleute zurückgreifen – so entstand schnell die Struktur der Arbeit, die Grundlagen, Pläne, Berechnungen und schließlich das Modell. Ihre Arbeitsleistung honorierte nicht nur die Schule mit durchgehend sehr guter Benotung. Sogar „Jugend forscht“ zeichnete die Schüler mit dem Regionalsieg aus - auf Landesebene wurde es zudem mit dem 3. Platz und einem Sonderpreis geehrt.


Für das Modellprojekt simulierten die jungen Wissenschaftler Wandaufbauten am PC sowie am Modell, untersuchten die verschiedenen Dämmmaterialien und -stärken, werteten deren energetische Auswirkungen aus und hielten die Ergebnisse per Wärmebildkamera fest. Auch Themen wie Solarthermie und Windkraft wurden kritisch unter die Lupe genommen. „Wir wollten wissen: Wo entstehen Wärmebrücken und wie kann man sie vermeiden,“ berichtet Philipp Droske. „Zudem prüften und bewerteten wir Bau-und Dämmstoffe eingehend auf ihre Umweltverträglichkeit, Herstellungsmethoden, energetische Effizienz und Entsorgung.“ Auch regenerative Anlagen wie Wärmepumpen mit verschiedenen Wärmequellen (Erde, Wasser, Luft) sowie Wohnraum-Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung kamen auf den Prüfstand. Mit diesen Ergebnissen entstand das Wohnhaus der Zukunft, welches demnächst im Ausstellungsraum des Kompetenzzentrums für Bau und Energie Thüringen e.V. - kurz BEnZ - zu bewundern ist.


Hier soll das Modell dazu dienen, nicht nur Schulklassen und Auszubildenden sondern auch Häuslebauern die Formen der modernen Energieerzeigung anschaulich darzustellen.




Hintergrund:
Die Informationen rund um erneuerbare Energien, Baumaterialien und Dämmstoffe, deren Nutzung, Kosten oder Leistungsmerkmale sind reichlich, schaut man im Internet, in Magazine oder Zeitungen. Nicht nur für Fachfirmen, erst recht für Häuslebauer, Eigenheimbesitzer oder Sanierungswillige wird es immer schwieriger, sich auf den rasant entwickelnden Märkten zu orientieren. Fragen rund um Effizienzhäuser, Wohnraumlüftung, Photovoltaik, Windkraft, Geothermie, Blockheizkraftwerke, Gas-, Öl- oder Holzheizungen will das Thüringer Beratungsnetzwerk mit Sitz in Gotha beantworten.
Ziel des Vereins ist es, Experten aus allen Bereichen zusammenzuführen, zu vernetzen und diese Informationen den Verbrauchern zur Verfügung zu stellen.


Fachleute aus den Bereichen Bauplanung, Bausanierung, Finanzierung, Fördermittelberatung und Gebäudetechnik gründeten im März 2012 das Kompetenzzentrum mit Sitz in der Gothaer Gleichenstraße 20. Sie geben als Referenten und Berater einen neutralen und herstellerunabhängigen Überblick über die verschiedenen Funktionsweisen der Energiesysteme und Baumaterialien und zeigen Vor-und Nachteile sowie Kosten-und Leistungsstrukturen auf, mit denen sich Eigenheimbesitzer bei Neubau, Ausbau, Sanierung oder Modernisierung auskennen müssen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. In der integrierten Ausstellungshalle des BEnZ können sich Interessierte zudem die einzelnen Komponenten und Geräte zeigen und erklären lassen. Das Zentrum will im Sommer 2012 offiziell seine Einweihung feiern.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige