Odessa erinnert.Odessa trauert .

Wann? 02.05.2015 18:00 Uhr

Wo? Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin DE
Berlin: Brandenburger Tor | "Wir haben uns heute, am 2. Mai 2015, versammelt, um die Menschen zu gedenken, die vor einem Jahr im Gewerkschaftshaus in der ukrainischen Hafenstadt Odessa ums Leben kamen. Denn heute genau vor einem Jahr wurden Mitglieder der oppositionellen Bewegung „Antimaidan“ dort vom ukrainischen rechtsextremen Mob überfallen, ins Gebäude gedrängt und angezündet. Viele verbrannten beim lebendigen Leib, andere wurden erschossen und erschlagen. Allein nach offiziellen Angaben gab es 49 Tote, mehrere Menschen bleiben seitdem spurlos verschwunden, und die wenigen, die das Glück hatten, dem Inferno zu entfliehen, wurden anschließend verhaftet und werden bis heute hinter Gittern gehalten.

Ein Jahr ist seit diesem schrecklichen Tag vergangen und wir stellen uns nun eine Frage: Wie konnte bloß solch ein barbarisches Verbrechen im 21. Jahrhundert mitten in Europa passieren? Wie konnte es in einem Land dazu kommen, wo angeblich Demokratie gesiegt hat?

Ein Jahr nach der Tragödie von Odessa beobachten wir voller Entsetzen, wie Regimekritiker in der Ukraine reihenweise „Selbstmorde“ (z.B. durch Genickschuss) begehen oder einfach umgebracht werden, während viele Teilnehmer am oppositionellen „Antimaidan“ ohne
jede Schuld in Gefängnissen eingesperrt sind. Wir sind Zeugen des von Kiewer Regime entfesselten Bruderkrieges im Süd-Osten des Landes geworden, der zu einem Massaker an die Zivilbevölkerung im rebellierenden Region Donbass wurde.

Der bekannte ukrainische Schriftsteller und Journalist Oles Buzina, der es sich von keinem nehmen ließ, die Wahrheit über die Situation in der Ukraine zu schreiben, wurde am 16. April 2015 direkt vor seinem Haus erschossen, mitten in der ukrainischen Hauptstadt. Nur einen Tag früher und ebenso vor seiner Haustür wurde Oleg Kalashnikov ermordet, ein Mitglied der oppositionellen Partei der Regionen und ehemaliger Parlamentsabgeordneter. Beide Männer kritisierten mutig das aggressive nationalistische Regime, das ein Jahr zuvor mit offener Zustimmung und Unterstützung seitens Washington und Brüssel an die Macht in der Ukraine
kam. Die Ausführung der beiden Morde passt genau in das Schema, das mindestens 4 politische Morde (binnen nur 2 Tage!) an Regierungskritikern in der Ukraine verbindet. Damit besteigt das Kiewer Regime mit Serienmorden an seinen Opponenten eine neue Stufe des
ideologischen Extremismus.

Unbeachtet aller Versprechungen, setzt Kiewer Regierung seine militärische Aggression gegen anders denkende Bevölkerung im Süd-Osten des Landes fort, womit die gesamte Wirtschaft der Ukraine konsequent ruiniert wird und immer mehr Menschen unter die Armutsgrenze rutschen.
Im Rahmen der Volksunterdrückung unterstützten die neuen Machthaber auch Bildung privater Kampfbataillons mit Schwerpunkt auf Freiwilligen aus rechtsextremem Milieu, finanziert durch korrumpierte und miteinander konkurrierende Oligarchen. Darüber hinaus wurde Verherrlichung
ukrainischer Nazi-Kollaborateure aus der Zeit des 2. Weltkrieges zur Herzensangelegenheit der Politik. Den Gründungstag der nationalukrainischen Armee, die damals zusammen mit Waffen SS Einheiten Massenmorde an Juden, Polen und Russen verübte, erklärte heutige ukrainische Regierung zum offiziellen Staatsfeiertag. Im April dieses Jahres verabschiedete das ukrainische Parlament, wo so viele offen faschistische Parteien sich heimisch fühlen, ein Gesetz, das sowohl alle kommunistische Vereinigungen, als auch jede mögliche Symbolik aus den Zeiten des Sowjetischen Union verbietet. Verboten wurden ebenso unzählige Bücher und Filme, die mit der heutigen ukrainisch-nationalistischen Ideologie nicht vereinbar sind.

Straflosigkeit der Oligarchen und ihrer Banditen, Vervielfältigung und Verherrlichung von Nazi-Symbolik, Kriegsverbrechen gegen die Bevölkerung im Süd-Osten des Landes, Schießbefehle seitens der ukrainischen Regierung gegen Teile des eigenen Volkes, sowie wirtschaftliche Blockade der rebellierenden Regionen, die zu zahlreichen Hungertoden unter Zivilbevölkerung führte, sich anhäufende Verbote und politische Verfolgungen – darin erkennt man deutlich Merkmale eines Nazi-Regimes.

Und leider gehören diese Merkmale in der Ukraine längst zum Alltag. Ein Jahr nach der Tragödie von Odessa kommt man in der Ukraine zu einer trostlosen Bilanz: Demokratie und die berühmten europäischen Werte, die uns vom Euromaidan versprochen wurden, sind leider längst vergessen, bzw. sie werden konsequent mit Füssen getreten. Das Kiewer Regime zeigt

sein wahres Gesicht – es ist ein Nazi-Regime mit allem, was dazu gehört: Die Opposition wird verfolgt und aus dem Weg geräumt, regierungskritische Journalisten mitsamt ihrer Familien und Kindern werden bedroht, notfalls auch umgebracht, Verbote bestimmen das Leben.
Man führt den Krieg gegen das eigene Volk – mit Bomben und Zerstörung des Sozialwesens und der Wirtschaft.

70 Jahre nach der Befreiung Europas von Faschismus erwacht der Letztere zum neuen Leben – mitten in der „europäischen“ Ukraine."
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