Offene Herzen und Türen

Für das Foto wird die Haustür zur Probe geöffnet: ­Christina Kempf (rechts) und Evelin Eschert gehören zu den Döllstädtern, die den lebendigen Advents­kalender mit­gestalten.
Die Tage bis Weihnachten sind gezählt. Die Christen bereiten sich auf das Hochfest der ­Geburt Jesu von Nazareth vor. Es sind Tage des Wartens. Vor allem aber der Vorfreude. Mit einem Adventskalender, den es im christlichen Brauchtum seit dem 19. Jahrhundert gibt, fällt ersteres leichter, die Vorfreude hingegen wird von Tag zu Tag größer. Wie groß wird sie erst, wenn der Kalender zu Leben erwacht...


So ist es auch in Döllstädt. Bereits zum dritten Mal gibt es dort einen lebendigen Adventskalender. Beinahe das ganze Dorf macht mit, die Alteingesessenen wie die Neu-Döllstädter. „Drei junge Frauen aus dem Ort hatten die Idee aus der Schweiz mitgebracht. Hier stieß sie gleich auf offene Ohren“, erinnert sich Bürgermeisterin Christina Kempf. Im Dorf verteilt finden sich liebevoll gestaltete Fenster mit den Zahlen von 1 bis 24. Immer von Freitag bis Sonntag werden dann mehrere Familien gemeinsam zu Gastgebern, öffnen ihre Türen, bewirten die Besucher, erzählen Weihnachtsgeschichten am wärmenden Feuer, singen zusammen.


„Alle geben sich ganz viel Mühe und nehmen den Aufwand gern auf sich“, weiß die Bürgermeisterin und ist stolz auf ihre 1150-Seelen-Gemeinde, in der sich viele engagieren und in der es ein harmonisches Miteinander gibt. „Die Menschen finden durch unseren lebendigen Adventskalender zueinander. Sie nehmen sich Zeit und ­rücken zusammen. Eine echte Gemeinschaft“, stellt auch Evelin Eschert freudestrahlend fest. Besser, so findet sie, könne man sich nicht auf Weihnachten einstimmen.
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