Petra Hegt mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt

Ihr Lächeln und sie sind eins. Alles wird gut, scheint es zu sagen. Es ist voller Zuversicht, aus ihm sprechen Vertrauen und eine ungeheure Energie. Wo sie die hernimmt? „Das weiß ich auch nicht so richtig“, sagt Petra Hegt und hat mit ihren nächsten Überlegungen vielleicht doch die Erklärung parat. Gott, so weiß die gläubige Christin, habe nicht an der Menge der Arbeit Gefallen, sondern an der Liebe, mit der wir sie tun.

Mit ganzem Herzen



Petra Hegt liebt ihre Arbeit von ganzem Herzen. „Es ist so gut und so schön, anderen helfen zu können“, erfährt sie Tag für Tag aufs Neue. Seit zehn Jahren ist die heute 53-Jährige Geschäftsführerin der Erfurter Stadtmission. Damals stand die Einrichtung kurz vor der Insolvenz. Dank Petra Hegt und dem Umsetzen eines nachhaltigen Entwicklungskonzeptes konnte die Schließung abgewendet werden, die Angebote von Restaurant und Café des Herzens, Sozialkaufhaus, Obdachlosenbetreuung, Frauenhaus und andere mehr sind feste Größen im Leben der Stadt. Als kaufmännische Direktorin steht Petra Hegt außerdem dem Arnstädter Marienstift vor, sie ist Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums in Arnstadt, sitzt in mehreren Aufsichtsräten, bekleidet etliche Ehrenämter.

Liebe, kompetente Menschen um sie herum



Kaum zu glauben, dass all das in einen normalen Tag hineinpassen soll. „Ich habe überall ganz engagierte, blitzgescheite Kollegen um mich herum, auf die ich mich zu jeder Zeit verlassen kann“, gibt Petra Hegt ein Lob über ihre Arbeit an ihre Mitstreiter weiter. „Einer allein kann gar nichts bewirken“, weiß sie um die Kraft der Gemeinschaft.

Große Auszeichnung



So ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie ihre große Auszeichnung symbolisch mit den anderen teilt - vor kurzem erhielt sie den Verdienstorden der Bundesrepublik. „Ich sehe das vor allem als eine Anerkennung der Arbeit der Diakonie, als Würdigung für alle.“ Der Orden, so sagt sie, sei nicht nur für sie, er gilt auch ihren fleißigen Mitarbeitern, den vielen Spendern, die die Stadtmission unterstützen, ja, auch den Gästen im Restaurant des Herzens.

Erfurt - eine soziale Stadt



Petra Hegt ist glücklich darüber, wie in der Stadt das Miteinander funktioniert. „Erfurt ist eine soziale Stadt“, weiß sie. Wenn es darum geht zu helfen, geschehe das parteienübergreifend, die Sache steht im Vordergrund. „Wir haben wirklich ganz tolle Partner“, ist Petra Hegt stolz auf alle, die mit ihr und ihren Mitarbeitern an einem Strang ziehen. Manchmal, so gibt sie zu, gehe sie auch unkonventionelle Wege. Und immer wieder passiert es ihr, von der ihre Sekretärin sagt, sie sei der strukturierteste Mensch, den sie kenne, dass wieder einmal alles anders kommt. So ist das Leben. Manchmal muss die Arbeit warten, wenn ein Problem schnell gelöst werden muss. Oder ein anderer Zuspruch braucht.

Alles mit einem Lächeln



Petra Hegt nimmt alles mit einem Lächeln. „Eigentlich ist vieles, was ich tue, gar nicht wie Arbeit, sondern eher wie ein Hobby“, sinniert sie. Sie trägt eine unbändige Freude in sich, die sich scheinbar mühelos auf andere überträgt. Es sei das Schönste für sie, mit Menschen arbeiten zu dürfen. Ihr Tag beginnt früh, endet oft spät. Trotzdem findet sie die Zeit, Rad zu fahren oder zu laufen, hat eine wunderbare Familie um sich herum, die ihr zusätzlich Kraft gibt. Natürlich, gibt Petra Hegt zu, müsse sie bei ihrem vollen Terminkalender genau planen. Aber Stress empfindet sie trotz aller Verpflichtungen beinahe nie. Sie hat es gelernt, mithilfe eines Coachings auch ihre Seele zu pflegen. „Ich kann mir kein anderes Leben vorstellen, wahrscheinlich brauche ich das einfach - die vielen Herausforderungen“, verkündet sie strahlend. Und als sie jetzt einer fragte, ob sie den Orden vielleicht für ihr Lebenswerk bekommen habe, musste sie lauthals lachen. „Lebenswerk? Ich bin doch erst 53. Kraft und Lust habe ich noch genügend, sogar, um noch mehr zu tun!“




Aus der Begründung für die Ordensvergabe:


Die Kaufmännische Direktorin des Marienstifts Arnstadt und Geschäftsführerin der Evangelischen Stadtmission Erfurt setzt sich seit mehr als zehn Jahren für sozial benachteiligte Menschen ein. Petra Hegt hat wesentlich an der Sanierung der Stadtmission mitgewirkt, die vor der Insolvenz stand, und damit zum Erhalt der zahlreichen Hilfsangebote entscheidend beigetragen. Dazu gehört auch das „Restaurant des Herzens“, das nicht nur Notleidenden täglich eine warme Mahlzeit bietet, sondern auch ein Ort der Begegnung ist. Petra Hegt ist durch ihr Wirken ein Beispiel für eine sozial denkende und handelnde Managerin. Außerdem ist sie Mitglied im Diakonischen Rat der Diakonie Mitteldeutschland.
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