Schulhund "Peter" in Erfurter Schulen unterwegs

Erfurt: Schulen | "Der ist aber groß!" sagte ein Lehrer ganz unfreiwillig, als er Peter zum ersten Mal sah. Peter ist ein Dobermann-Mischling und speziell für die Arbeit mit Kindern als so genannter Therapiebegleithund trainiert. Er besucht zusammen mit Susanne Wille u.a. Schulklassen und zeigt den Kindern mit Frau Willes Unterstützung, was bei Hund erlaubt ist und was man besser lassen sollte.

Denn jedes Jahr kommt es zu einigen Tausend Beißunfällen mit Hunden. Nicht selten sind auch Kinder davon betroffen. Umfragen in verschiedenen Ländern haben ergeben, dass bis zur Hälfte aller Schulkinder schon einmal Opfer von Beißattacken geworden sind. Kleine Kinder tragen dabei besonders häufig Verletzungen im Gesicht- oder Nackenbereich davon, wobei bei Jugendlichen und Erwachsenen meist Arme oder Beine betroffen sind. Am dramatischsten dabei ist: die Übergriffe gehen in den meisten Fällen von Hunden aus, die das Kind kennt. Warum werden aber die Kinder dann von einem ihm vertrauten Hund gebissen?

Eine neue Untersuchung von Dr. Kerstin Meints, Universität Lincoln, zeigt, dass vor allem kleine Kinder häufig nicht in der Lage sind, die Mimik eines Hundes richtig zu deuten. Viele interpretierten den Gesichtsausdruck des Hundes komplett falsch und hatten vor allem bei der Bewertung von aggressiven Gesichtsausdrücken oft große Probleme. Unkenntnis und Fehlinterpretationen von Verhaltensweisen sind also oft Grundlage für Missverständnisse zwischen Mensch und Tier. Außerdem zeigen die Kinder aus Unsicherheit häufig ungünstige Verhaltensweisen, wie dem Hund direkt in die Augen starren, schreiend wegrennen, von hinten plötzlich fest umarmen und vieles mehr.

Nicht jeder Hund neigt zu aggressiven Verhaltensweisen und die Vorteile des Zusammenlebens mit Hund überwiegen bei verantwortungsvoller Haltung bei Weitem. Doch können mögliche Gefahren nicht unter den Teppich gekehrt werden. Susanne Wille und Peter klären auf erlebnisreiche und sichere Weise über Do's und Dont's im Umgang mit Hunden auf und schaffen Verständnis für das Verhalten und die Kommunikation des Hundes. Damit sich Kind und Hund konfliktfrei begegnen können und Angst für Wissen Platz machen kann.

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5 Kommentare zum Beitrag
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Manuela Deutschland aus Sömmerda am 08.03.2011 um 20:45 Uhr  
34
Kathrin Stellmach aus Erfurt am 11.03.2011 um 14:46 Uhr  
3.541
Uwe Driesel aus Erfurt am 30.05.2011 um 13:40 Uhr  
62
Susanne Wille aus Erfurt am 30.05.2011 um 19:08 Uhr  
248
Melanie Kahl aus Erfurt am 27.06.2011 um 23:33 Uhr  
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