Seminargruppentreffen – Mehr als nur ein Ausflug

Unsere Seminargruppe in Rippichau. Im Hintergrund die Oldenburger Bilderschrift
 
Detail des Dessauer Bauhaus
Dessau: Dübener Heide | Ach, war das schön. Dieses Mal war unsere Kommilitonin aus Dessau an der Reihe, das Pfingstwochenende für die ehemalige Seminargruppe 3 des Matrikel 24 des Industrie-Institutes der Technischen Universität Dresden zu gestalten. Es war eine Kombination aus „Wissenszuwachs“, Erholung und natürlich jede Menge Spaß.
Fazit: Total gelungen!
Unsere Exmatrikulation liegt bereits 32 Jahre zurück, wenn wir uns aber treffen ist es so, als ob wir nur in Ferien sind und in ein paar Tagen das Studieren weiter geht. Die damaligen Funktionen wie Seminargruppensekretär, kurz Semsek, oder Kassierer für den Beitrag der Deutsch-Soiwjetischen-Freundschaft usw. sind voll erhalten geblieben. Das funktioniert in der Tat; also war doch vor über 35 Jahren die Entscheidung zur Wahl bestimmter Personen richtig. Das unterscheidet unsere „Truppe“ von der großen und zum Teil auch kleinen Politik.
Das Vertrauen war also gerechtfertigt, das will ich damit sagen.
Alle zwei Jahre treffen wir uns irgendwo in Deutschland, dort wo es den einen oder anderen von uns hin verschlagen hat. Das sich treffen steht im Vordergrund, das Gespräch, der Gedankenaustausch und die Verständigung zu eventueller Unterstützung die vielleicht mal erforderlich ist; meistens reicht die moralische Unterstützung, der Rat, um das Problem eines Kommilitonen zu lösen. Man ist für einander da, auch zwischen den Treffen. Das macht unsere ehemalige Seminargruppe aus, macht sie so besonders.

Der Bildungsteil war vom Feinsten. Fast keiner von uns, ausgenommen die Organisatorin, kannte das Dorf Reppichau, ein Museumsdorf. Ich sage es gleich vornweg, Reppichau in der Nähe von Dessau ist eine Reise wert, sowohl privat als auch für Schulklassen (ab Klasse 8) etc. ein absolutes High Light. Hier lebte ein gewisser Eike von Reppgow, dem man die Urheberschaft des „Sachsenspiegel“, eines der ersten Werke der Deutschen Rechtssprechung, zuschreibt. Im Museum selbst kann man sich sachkundig mit dieser interessanten Thematik auseinandersetzen. Mitarbeiter des Museums erläutern in Vorträgen die historische Bedeutung dieses Werkes bis in unsere Gegenwart hinein. Ein Spaziergang durch das herrliche Dorf veranschaulicht mit seinen vielen Skulpturen und Wandmalereien die Bedeutung des Sachsenspiegel in seiner Zeit; 12. Jahrhundert.
Zur Entspannung nach dem immerhin zweistündigen Rundgang durch Reppichau lädt eine historisch gestaltete Gaststätte „Morgengabe“ zum gemütlichen Verweilen ein.

Wer in Dessau ein paar Tage verbringt, für den ist das Bauhaus ein Muss. Vom Bauhaus kennt man allgemein einige Fakten. Man weiß meistens, dass Baustile und die Konstruktion sowie Produktion von Möbeln nach effektiver Funktionalität ausgerichtet sind. Aber da gibt es ja viel viel mehr. Namen wie Gropius, Feininger, Kandinski usw. kennt man auch meistens. Man ist aber überrascht, wer da noch von großer Bedeutung war und seine Spuren hinterlassen hat.
Wer in der Nähe von Dessau ist, sollte sich die Zeit für einen Besuch des Dessauer Bauhauses nehmen.

Nun aber genug mit Bildung. In unsere „alten Köpfe“ geht so viel ja nun auch nicht mehr rein.

Erholung war am Pfingstsonntag angesagt. Wie könnte es anders sein, der Wörlitzer Park stand auf dem Programm. Bei einer Kahnfahrt durch die Park- und Seenlandschaft kann man so richtig die berühmte Seele baumeln lassen. Ein Kommentar ist überflüssig, denn ich gehe davon aus, dass der Wörlitzer Park mit seinen Reizen hinreichend bekannt ist.

Wir haben den „Ruhetag“ genossen.

Was dann an den jeweiligen Abenden in unserem schönen Hotel „Landgut Ochsenkopf“ so lief, fällt unter Intimes und hat in diesem Beitrag nichts zu suchen.

Unserer Kommilitonin aus Dessau danken wir, die ehemaligen Studenten der Seminargruppe 3 ganz herzlich.

Nun sehen wir uns in zwei Jahren in dieser Konstellation wieder. Die Männer vielleicht mit noch weniger Haaren oder ganz Grau, aber sicherlich noch so fitt wie dieses Mal. Ja unsere Frauen sahen unverändert gut aus. Ich bin überzeugt davon, das ist in zwei Jahren auch der Fall.

Summa summarum will ich zum Ausdruck bringen, wie schön und hilfreich Freundschaften sind, egal aus welchem Zusammenhang heraus sie entstehen. Wir jedenfalls waren Freunde beim Studium; alle haben damals den Abschluss geschafft und wir sind bis heute Freunde geblieben. In Zukunft ändert sich da gar nichts, davon bin ich felsenfest überzeugt.

Einen solchen Zusammenhalt wünsche ich vielen Teams, wie man heute sagt. Wir jedenfalls sind noch ein Kollektiv.

Mit der Feststellung, Dessau ist eine Reise wert, verabschiedet sich für heute

Ihr BürgerReporter

Jörg Hoffmann
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige