Sichere Zukunft für Gothas Kraftwerke

Die 2008 modernisierten Kraftwerksanlagen in Gotha-West gehören zu den modernsten Kraftwärmekopplungsanlagen der Thüringer Energieversorger.
Aus den lange sichtbaren Anzeichen ist für die Geraer Stadtwerke nun bitterer Ernst geworden – die drohende Insolvenz trat Anfang Oktober in Kraft, zahlreiche Mitarbeiter der Holding sowie des ÖPNV stehen vor einer ungewissen Zukunft. So wie die Geraer könnte es in den nächsten Jahren bundesweit rund 50 Stadtwerke treffen. Der Grund: modernen Gaskraftwerken fällt der Stromverkauf aufgrund des billigeren Kohlestroms immer schwerer. 2013 hätten sie laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nicht einmal ein Drittel ihrer möglichen Leistung ausschöpfen können. Aufgrund der mangelnden Kapazitätsauslastung können die ehemals hohen Investitionen in umweltfreundlichere Gasanlagen nicht eingespielt werden – den kommunalen Unternehmen droht die finanzielle Schieflage.

Gute Nachrichten indes in Gotha – hier investierte man bereits 2008 in die neuen Gasturbinen, modernisierte die städtische Fernwärmeversorgung und vereinigte sie 2013 mit der Strom- und Gasversorgung der Stadtwerke. „Dank der Fusion stehen wir heute auf einem schlanken, soliden Fundament“, versichert Geschäftsführer Norbert Kaschek. Die Gothaer Stadtwerke versorgen somit die Residenzstadt nicht nur mit Strom- sie produzieren auch Wärme mittels einer Kraftwärmekopplungsanlage, sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKWs). Diese garantieren einen niedrigen Brennstoffverbrauch, was wiederum der Gothaer Luft zugute kommt. Zwar wird es auch hier noch einige Jahre dauern, bis sich die millionenschweren Investitionen rechnen, meint Kaschek. Dennoch macht sich die Modernisierung schon heute bezahlt: so kann die Produktion bedarfsgenau angepasst, stündlich an der Börse verkauft und auf Schwankungen im Bedarf sofort reagiert werden. „Umso genauer wir uns mit der Produktion an die Leistungskurve des Netzes anpassen, desto rentabler arbeiten wir“, fasst der Geschäftsführer der Gothaer Stadtwerke zusammen. So soll das Versorgungsnetz der Fernwärme auch in den nächsten Jahren stetig ausgebaut werden.
Die Gothaer Haushalte erhalten unterdessen sichere, umweltfreundliche und regional produzierte Energie in Form von Strom, Gas und Fernwärme, auch wenn diese unter Umständen einen Cent teurer ist als die fossilen Energien aus Kohle. Wer sich das Kraftwerk einmal genauer ansehen möchte, kann an einer Gruppenführung teilnehmen oder auf der Webseite unter www.fw-gotha.de/Unternehmen einen Einblick in die modernen Anlagen nehmen.
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